400 Soldaten in die Türkei
Kabinett beschließt Einsatz von Patriot-Raketen

Die Bundesregierung hat den Einsatz deutscher „Patriot“-Raketen in der Türkei genehmigt. Das Abwehrsystem soll die Grenze zu Syrien schützen. Das Mandat ist bis zum 31. Januar 2014 befristet .
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BerlinDie Bundesregierung hat grünes Licht für den Einsatz von "Patriot"-Flugabwehrsystemen in der Türkei gegeben. Ein entsprechendes Mandat beschloss das Kabinett am Donnerstag in Berlin. Das Mandat ist bis zum 31. Januar 2014 befristet.

Der Bundestag soll bereits kommende Woche über die Mission abstimmen, an der sich auch die USA und die Niederlande beteiligen wollen.

Mit dem Mandat soll auch der Einsatz von Awacs-Aufklärungsflugzeugen abgedeckt werden, die ohnehin schon in der Region stationiert sind. Die Hightech-Flieger sind zu einem großen Teil mit deutschen Soldaten besetzt. Zu einer „Patriot“-Batterie gehören bis zu acht mobile Abschussrampen mit jeweils bis zu acht Raketen, ein Radargerät und ein Gefechtsstand. Für den Betrieb sind etwa 85 Soldaten notwendig.

Wie viele deutsche Staffeln tatsächlich in den Einsatz geschickt werden, ist noch unklar. Bisher war von zweien die Rede. Die Zahl der Soldaten, die tatsächlich in den Einsatz geschickt werden, könnte also deutlich unter 400 liegen.

Die Nato hatte die Entsendung der „Patriot“-Einheiten am Dienstag beschlossen. Die Außenminister warnten das Regime des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad zugleich vor einem Angriff auf das Nato-Mitglied Türkei.

Die Regierung in Ankara hatte die Nato nach wiederholten Granateinschlägen in ihrem Grenzgebiet zu Syrien um Hilfe gebeten. Die „Patriot“-Raketen mit einer Reichweite von 68 Kilometern sind für die Abwehr von Flugzeug-, Raketen oder Drohnenangriffen geeignet. Der Einsatz soll ausschließlich dem Schutz türkischen Gebiets dienen.

Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) hatte im Vorfeld bereits klargestellt, dass es um eine Verstärkung der integrierten Nato-Luftverteidigung in der Türkei als ausschließlich defensive Maßnahme gehe. Zur Durchsetzung einer Flugsverbotszone über Syrien dürften die „Patriot“-Raketen nicht eingesetzt werden.

 
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Kommentare zu " 400 Soldaten in die Türkei: Kabinett beschließt Einsatz von Patriot-Raketen"

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  • Wahnsinn... :

    "Russischer NATO-Botschafter warnt vor "unwiderruflichen Folgen" der Stationierung von Patriot-Raketen

    Mit dem geplanten Einsatz von Patriot-Raketen an der türkisch-syrischen Grenze wird die NATO in den Syrien-Konflikt involviert, sagte Alexander Grushko, der neue russische Botschafter bei der NATO am 30.11. in Brüssel.

    "Diese Beteiligung kann im Falle eines Zwischenfalls oder einer Provokation unwiderruflich werden," sagte Grushko. "Bisher hieß es von NATO-Vertretern immer wieder, Syrien sei nicht Libyen und die NATO spiele im Syrien-Konflikt keine Rolle." "

    Quelle: Bueso.de

  • Schämen muss man sich in Deutschland in erster für das Bildungssystem, welches offensichtlich nicht mehr in der Lage ist, grundlegende Rechtschreibfähgikeiten zu vermitteln.

  • endlich koennen wir wieder krieg spielen,ach wie hat man das vermisst!! jetzt muss nur noch schnell behauptet werden syrien bedroht die usa militaerisch und wir koennen panzer rollen lassen. ich glaube die orgasmen im bundestag sind dann nicht mehr zu zaehlen. also auf in den kampf,und schoen das gehirn ausschalten, fuer das pleite land usa. die haben uns ja mit rosinenbomber beigestanden.man muss sich schaemen deutscher zu sein!!

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