49. Münchner Sicherheitskonferenz
Was bei der Sicherheitskonferenz besprochen wird

Mehr als 90 Delegationen diskutieren in München drei Tage lang über sicherheitspolitische Themen. Auf der Agenda stehen unter anderem die Euro-Krise, das iranische Atomprogramm und erstmals der Konflikt in Syrien.
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MünchenDer seit fast zwei Jahren dauernde Syrien-Konflikt steht im Mittelpunkt der 49. Münchner Sicherheitskonferenz, die heute unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen beginnt. Zu dem dreitägigen Treffen haben sich mehr als 90 Delegationen angesagt, das sind gut 20 mehr als noch vor einem Jahr. US-Vizepräsident Joe Biden will in München mit einer Grundsatzrede die außenpolitischen Grundlinien der neuen Obama-Regierung umreißen. Rund 3.400 Polizisten werden im Einsatz sein, um einen störungsfreien Ablauf des dreitägigen Treffens zu sichern.

Eröffnet wird die Konferenz am Freitag (15.00 Uhr) durch Verteidigungsminister Thomas de Maizière. Zum Auftakt diskutieren anschließend Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) und Ex-Weltbankchef Robert Zoellick die anhaltende Euro-Krise. Am späteren Nachmittag folgt eine Diskussionsrunde zur erwarteten Unabhängigkeit der USA von Energieimporten. Am späten Freitagabend steht Syrien erstmals auf der Tagesordnung.

Der Samstag ist "klassischen Sicherheitsthemen" gewidmet, die unter anderem mit NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen und der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton diskutiert werden sollen. Dabei soll es auch um Sicherheit im Internet bis zur Frage humanitärer Interventionen gehen. Den Abschluss am Sonntag bildet eine Debatte über das umstrittene iranische Atomprogramm. Mit Spannung erwartet wird der Auftritt des iranischen Außenministers Ali Akbar Salehi.

Neben einem Dutzend Staats- und Regierungschefs, etwa 70 Außen- und Verteidigungsministern werden in München auch fünf EU-Kommissare, 60 Bundestagsabgeordnete und eine gleichgroße Zahl von Vorstandsvorsitzenden erwartet.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

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