50 Jahre Mauerbau
„Wir haben Grund zu größter Freude“

In einem Interview vor den Gedenkfeiern zum 50. Jahrestag des Mauerbaus hat Bundespräsident Wulff den Freiheitsdrang der Deutschen gewürdigt. Für Unmut sorgte allerdings die Äußerung einer Linken-Politikerin.
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BerlinZum 50. Jahrestag des Mauerbaus hat Bundespräsident Christian Wulff die Deutschen zu mehr Stolz auf die Überwindung der nationalen Teilung aufgerufen. „Wir haben Grund zu größter Freude, jetzt und hier leben zu dürfen“, sagte Wulff in einem Interview vor der Gedenkveranstaltung an diesem Samstag.

Im Vorfeld hatten Äußerungen von Linken-Chefin Gesine Lötzsch , der Mauerbau sei eine logische Folge des Zweiten Weltkriegs gewesen, für Empörung gesorgt. Politiker von Union und FDP warfen ihr eine Verhöhnung der Opfer vor. Die Linken-Führung versuchte, den Streit zu entschärfen. In einer Erklärung verurteilten die Parteivorsitzenden Lötzsch und Klaus Ernst den Mauerbau als „nicht akzeptables Unrecht“.

Am 13. August 1961 begann auf Befehl der DDR-Führung der Bau der Berliner Mauer. Durch das DDR-Grenzregime starben bis zum Mauerfall 1989 mindestens 136 Menschen. Bei der Gedenkveranstaltung auf dem früheren Todesstreifen am Samstag (10.00 Uhr) werden Bundespräsident Wulff, Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU), Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) und DDR-Bürgerrechtlerin Freya Klier sprechen. Auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) wird erwartet.

Wulff sagte der Tageszeitung „Die Welt“: „Zuweilen fällt es den Deutschen schwer, auf ihr Land stolz zu sein. Wir suchen gern das Haar in der Suppe. Dabei können wir mit Stolz auf den unbändigen Freiheitsdrang der Ostdeutschen und die Solidarität der Westdeutschen blicken.“

Deutschlandweit sind die Menschen aufgerufen, mit einer Schweigeminute um 12.00 Uhr der Opfer zu gedenken. In Berlin werden Kirchenglocken läuten, Busse und Bahnen für eine Minute stoppen und Menschen innehalten. Bereits ab Mitternacht sollten in der Kapelle der Versöhnung an der Bernauer Straße Biografien von Maueropfern gelesen und Kerzen entzündet werden.

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  • Teil II
    Eine Ethnie mit eigener Kultur und eigenen Verhaltensweisen - jenseits der Zivilisation - mit ganz wenig Ausnahmen. Sie sind in einem anderen Kulturkreis mit völlig anderen Wertvorstellungen aufgewachsen, wo sich möglicherweise kein Unrechtsbewusstsein entwickeln konnte. Nur wenige sind bereit, sich den neuen Herausforderungen zu stellen, viele wünschen sich die alten Zustände zurück, weil sie intellektuell überfordert sind.

    Die Belohnung für kollektive Dummheit: Massenabwanderung (der Mädels) und eine horrende, selbst verschuldete Arbeitslosigkeit
    http://www.sueddeutsche.de/politik/ostdeutschland-frauen-verzweifelt-gesucht-1.784869
    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,500976,00.html

    Wenn sich die Übermächtigkeit der Täter aber hinter einer grünen Uniform und schwarzen Robe versteckt und das zuständige Justiz- bzw. Innenministerium alles als Bagatelle verharmlosen, "wegschauen" anordnen, sogar Schäuble die Kriminellen in der Justiz toleriert, wie soll man da von den DDR-lern Anstand und Toleranz erwarten?

    +++ Baut wieder eine Mauer um die DDR, aber ohne check-points +++

  • „Wir haben Grund zu größter Freude“. „Wir“!!! – ganz sicher nicht!

    Rassismus in Ostdeutschland. Ein ganz alltäglicher Vorgang bei Mielkes perversen Stasi-Kindern. Rassismus in Ostdeutschland (SZ 10.04.2008)
    http://www.sueddeutsche.de/politik/rassismus-in-ostdeutschland-pfarrer-flieht-vor-dem-alltag-1.210984

    Pfarrer flieht vor dem Alltag. Die Geschichte der Pfarrersfamilie ist eine furchtbare Geschichte über den alltäglichen Rassismus in Ostdeutschland. Die Familie eines Geistlichen wird beleidigt, beschimpft und bespuckt - bis sie schließlich von Thüringen zurück nach Nordrhein-Westfalen zieht.

    Dieser erbärmliche kollektive Neid und Hass auf Westbürger. Der Hallesche Universitätsprofessor Marneros schreibt in seinem Buch (Blinde Gewalt): „Wenn aus purer Lust an sinnloser Gewalt getötet wird. Die meisten Opfer sind ja nicht Schwarze, Ausländer oder Juden, es sind (West)Deutsche".
    http://www.siggi40.magix.net/public/Fotos/Wenn_aus_purer_Lust_an_sinnloser_Gewalt_getoetet_wird.htm

    "Rüberkommen und groß abkassieren, mit solchen machen wir hier kurzen Prozess“, oder: „Du Wessi-Schwein, wir werden schon noch dafür sorgen, dass Du eines Tages im Straßengraben liegst“. Das waren noch die harmlosen Drohungen der DDR-ler.
    Mehrmals wurde ich von DDR-lern angefallen. Weil ich mich wehrte und den perversen Jungs den Spaß am Abmurksen verdorben hatte, wurde ich mehrmals wegen Körperverletzung verurteilt!! Die Täter hatten einen juristischen Freibrief. Und in Sebnitz gab es sogar noch einen Scheck vom Ministerpräsidenten. Na wenn den Jungs da keiner abgeht, wann sonst?

  • 20 Jahre nach der Mauer wäre eine neue Mauer, allerdings 5m höher als die alte, mit nur einem Ausgang, zur Ostsee, für Nichtschwimmer, dringendst erforderlich.

    Asylbewerber und andere Ausländer werden durch Innenstädte gejagt und nicht selten ermordet. Asylbewerber-Unterkünfte werden abgefackelt und Polizei / Feuerwehr stehen in der grölenden Menge und schauen zu, wie sich Kinder mit Leitern über die Dächer in Sicherheit bringen. Es gibt keine Unschuldige!! Dies geschieht unter den Augen von Tausender "Unbeteiligter". Ich trauere immer noch um den kleinen 6-jährigen Joseph aus Sebnitz. Ebenso um Oury Jalloh. Auch sie hatten nicht die geringste Chance.
    http://www.wsws.org/de/2000/nov2000/jose-n30.shtml
    http://biasyl.de/comments.php?y=08&m=12&entry=entry081210-184036

    Ein Thema, das vor allem von Politikern tabuisiert und totgeschwiegen wird. Im Sommer 2005 haben couragierte Dresdner Bürger im Elbtal riesige Plakate aufgestellt mit den Namen all der Ausländer darauf, die seit der Wende in der DDR ermordet wurden, straffrei natürlich. Die Spuren der Gewalttaten sind nicht zu übersehen. Das wahre Ausmaß der Massaker wird verharmlost.

    Wenn aus purer Lust an sinnloser Gewalt getötet wird, schreibt de Hallesche Universitätsprofessor Marneros in seinem Buch „Blinde Gewalt“.
    http://www.siggi40.magix.net/public/Fotos/Wenn_aus_purer_Lust_an_sinnloser_Gewalt_getoetet_wird.htm

    Behandelt andere Menschen so, wie ihr selbst behandelt werden möchtet! Ich habe alle Mordanschläge überlebt!!
    Und so lange das GG und Strafrecht der BRD in der DDR nicht zur Anwendung kommt, tritt das alte Testament in Kraft.
    Nicht vergessen – nicht vergeben!!

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