5000 befristete Stellen auf der Kippe
Arbeitsagentur-Mitarbeiter bangen um Jobs

Bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) müssen rund 5000 Mitarbeiter um ihren Job bangen. Wie ein Sprecher der Behörde am Dienstag in Nürnberg sagte, laufen insgesamt 9000 befristete Stellen in den Job-Centern zum Jahresende aus.

HB BERLIN. Für 4000 davon, deren Vertrag nicht mehr auf Zeit verlängert werden könne, habe die Bundesregierung Planstellen zur Verfügung gestellt. Bleibe ein Rest von 5000 befristet eingestellten Mitarbeitern. „Es hängt vom Geld ab, ob wir diese weiter beschäftigen können“, sagte der Sprecher. Die Bundesagentur befinde sich in Gesprächen mit der Bundesregierung wie die Verträge ab 2008 verlängert werden könnten. Die Behörde wolle diese „gut eingearbeiteten“ Mitarbeiter auf jeden Fall behalten, weil sie auch benötigt würden.

Die BA setze sich für die Weiterbeschäftigung ein, da die Arbeit in den Job-Centern und die Probleme im Zusammenhang mit dem Arbeitslosengeld II sich nicht massiv verringert hätten, sagte der Sprecher. Arbeit sei für die Mitarbeiter in den Arbeitsgemeinschaften von BA und Kommunen genügend vorhanden. Vor allem drohe erheblich Know-how verloren zu gehen, wenn die Verträge nicht verlängert würden. „Das ist nicht in unserem Interesse“, fügte der Sprecher hinzu. „Wir arbeiten mit der Bundesregierung an einer Regelung, um das Problem lösen zu können.“

Die Grünen-Arbeitsmarktexpertin Brigitte Pothmer warnte in der „Bild“-Zeitung vor Streichung der Stellen. „Die Leidtragenden sind die Langzeitarbeitslosen. Sie müssen mit massiven Verschlechterungen bei der Arbeitsförderung rechnen.“

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