60 Jahre nach Kriegsende
Hitlers „Achse“ reichte bis Rom und Tokio

Auf Initiative Adolf Hitlers schlossen das Deutsche Reich, Italien und Japan im September 1940 den Drei-Mächte- Pakt zur gegenseitigen wirtschaftlichen, politischen und militärischen Unterstützung. Die Ziele waren regionale Vorherrschaften: Deutschland in Kontinentaleuropa, Italien im Mittelmeerraum und Japan im ostasiatischen-pazifischen Raum.

HB HAMBURG. Die „Achse“ wird meist auf Deutschland, Italien und Japan reduziert. Den Begriff prägte der faschistische Diktator Benito Mussolini 1936, als er nach dem Überfall auf Äthiopien in einer Rede von einer „Achse Berlin-Rom“ sprach. Zu diesem Pakt gehören aber noch eine Reihe, teils abhängiger, Staaten wie Ungarn, Kroatien, Bulgarien, Rumänien und die Slowakei.

Ziel der Achse war es, die Einflusssphären in der Welt neu aufzuteilen, nachdem die beteiligten Länder während der Kolonialexpansion des 19. Jahrhunderts zu spät gekommen waren. Berlin wollte zudem die Resultate des Ersten Weltkriegs revidieren.

Die Vereinbarungen, auf die sich die Achse im Wesentlichen gründete, waren: Der 1939 zwischen Berlin und Rom geschlossene „Stahlpakt“ sowie der gegen die Sowjetunion gerichtete „Antikominternpakt“ zwischen Japan und Deutschland von 1936, dem sich Italien Ende 1937 anschloss und dem auch Spanien sowie Dänemark und Finnland auf Grund ihrer antikommunistischen Einstellung angehörten.

Die Bande zwischen den Staaten waren jedoch locker; die Bündnispartner kamen ihren Verpflichtungen oft nicht nach. So blieb beispielsweise Italien nach dem Überfall Deutschlands auf Polen im September 1939 und den anschließenden Kriegserklärungen Großbritanniens und Frankreichs an das Deutsche Reich zunächst bis Mitte 1940 neutral. Hitlers Unterstützung für Mussolini bei dessen Balkan- und dem Afrikafeldzug 1941/42 entsprang massivem EIgeninteresse.

Mit der zunehmenden militärischen Überlegenheit der Anti-Hitler- Koalition fiel das Bündnis der Achsenmächte auseinander: Italien wurde nach dem 1943 mit den Alliierten geschlossenen Waffenstillstand zum Kriegsgegner Deutschlands, Rumänien, Bulgarien und Ungarn vollzogen 1944 einen Frontwechsel.

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