8,5 Milliarden
Sozialversicherung erzielt Rekordüberschuss

Die gesetzliche Sozialversicherung kann laut Statistischem Bundesamt im ersten Halbjahr einen Rekordüberschuss aufweisen. Die Gründe für diese Entwicklung lieferten die Statistiker gleich mit.

HB WIESBADEN. Die gesetzliche Sozialversicherung habe in den ersten sechs Monaten ein Plus von 8,5 Milliarden Euro erzielt, teilte das Statistische Bundesamt mit. Das ist der höchste Wert in einem ersten Halbjahr seit der Wiedervereinigung.

Im gleichen Vorjahreszeitraum hatte die Sozialversicherung noch ein Defizit von 7,1 Milliarden Euro ausgewiesen. Die Sozialversicherung umfasst die gesetzliche Kranken-, Pflege-, Unfall- und Rentenversicherung, die Alterssicherung für Landwirte sowie die Bundesagentur für Arbeit.

Für die positive Entwicklung im ersten Halbjahr war dem Statistikamt zufolge in erster Linie der Zuwachs bei den Einnahmen verantwortlich: Diese stiegen um 6,2 Prozent auf 242,4 Milliarden Euro. Die Ausgaben fielen um 0,7 Prozent auf 233,9 Milliarden Euro. Deutliche Mehreinnahmen erzielte vor allem die Rentenkasse mit einem Überschuss von fünf Milliarden Euro. Im ersten Halbjahr des vergangenen Jahres war hier noch ein Minus von 4,3 Milliarden Euro aufgelaufen.

Auch die Bundesagentur für Arbeit nahm deutlich mehr ein. Ihr Überschuss im ersten Halbjahr summierte sich auf 3,3 Milliarden Euro nach einem Defizit von 3,4 Milliarden Euro im Vorjahr, wie die Statistiker errechneten. Für das Gesamtjahr erwartet die BA nach eigenen Angaben einen Finanzüberschuss zwischen 8,8 bis 9,6 Milliarden Euro.

Hinter den stark gestiegenen Einnahmen stehe die Zunahme der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung, erklärte das Statistikamt. Hinzu komme die Umstellung des Beitragseinzugs von nachträglicher Abführung auf Vorauszahlung der Beiträge, wodurch in diesem Jahr einmalig 13 Monate abgerechnet würden. Wie hoch der Überschuss der Sozialversicherung im Gesamtjahr sein werde, lässt sich nach Einschätzung des Amtes aber noch nicht beziffern. Dafür schwankten Einnahmen und Ausgaben zu stark.

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