800 Gründungen jährlich
Deutschland erlebt einen Stiftungsboom

Mit rund 800 Neugründungen pro Jahr erlebt Deutschland derzeit einen regelrechten Stiftungsboom. Dies geht aus der ersten deutschen Stifter-Studie hervor.

HB HAMBURG. Mit rund 800 Neugründungen pro Jahr erlebt Deutschland derzeit einen Stiftungsboom. Dies geht aus der ersten deutschen Stifter-Studie hervor, die am Mittwochabend in Hamburg vorgestellt wurde. Stiftungsarbeit sei heute auch für Menschen attraktiv, die ihre Institution nur mit kleinen Beträgen ausstatten können, sagte Karsten Timmer, Leiter der Untersuchung der Bertelsmann-Stiftung.

Insgesamt wurden für die Untersuchung 650 Stifter befragt, die in verschiedensten Bereichen von Kultur bis Wissenschaft tätig sind. Die Ergebnisse zeigten, dass in den meisten Fällen nicht steuerliche Überlegungen den Ausschlag für eine Stiftungsgründung geben, sondern der Wunsch, ein persönliches Anliegen umzusetzen. „Den typischen Stifter gibt es darum nicht“, sagte Timmer. „Stifter wollen sich für die Gesellschaft einsetzen, aber selbst entscheiden, wo ihre Unterstützung benötigt wird.“

Zur Präsentation Studie berichtete auch Ex-Tennisprofi Michael Stich (36) über die Arbeit seiner 1994 gegründeten Stiftung zur Förderung behinderter und HIV-infizierter Kinder. Stich zählt zu den jüngsten Stiftungsgründern Deutschlands. Er forderte junge Menschen dazu auf, sich verstärkt als Stifter oder in Stiftungen zu engagieren.

Deutschland zählt über 12 000 rechtsfähige Stiftungen bürgerlichen Rechts. Hinzu kommen treuhänderische Stiftungen, deren Zahl auf mehr als 30 000 geschätzt wird.

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