90. Geburtstag
Waigel würdigt Helmut Schmidt als Baumeister Europas

Der frühere Bundesfinanzminister Theo Waigel (CSU) hat Helmut Schmidt zu dessen 90. Geburtstag als einen der Väter der gemeinsamen europäischen Währung gewürdigt. In einem Beitrag für das Handelsblatt wirbt er zudem von für die Einrichtung eines Oberhauses im deutschen Parlament nach britischem Vorbild.

MÜNCHEN. „Das gäbe großen Männern wie Helmut Schmidt, Helmut Kohl, Richard von Weizsäcker und Hans-Dietrich Genscher die Möglichkeit, sich zu Wort zu melden“, schreibt Waigel in einem Beitrag für das Handelsblatt. Die Mitglieder des britischen Oberhauses, des House of Lords, werden im Gegensatz zu den Abgeordneten des Unterhauses nicht gewählt, sondern von der Königin ernannt.

Waigel würdigt Schmidt als einen der Väter der gemeinsamen europäischen Währung. Ohne den Euro hätte es in den Krisenjahren 2001, 2002, 2007 und 2008 „eine Achterbahnfahrt der verschiedenen europäischen Währungen gegeneinander und untereinander gegeben“, schreibt der Ex-Finanzminister. „30 europäische Währungen wären zum Spielball der Devisenspekulanten geworden und niemand, auch nicht die D-Mark, hätte einen Anker in Europa bilden können.“

Das gemeinsame Europa, das Helmut Schmidt mit geschaffen habe, „ist unsere Antwort auf eine globale Welt“, schreibt Waigel weiter. „Kooperation und Gemeinsamkeit hilft auch auf dem Weg aus der Finanzkrise. Mit unserem europäischen Modell, das in Afrika, Asien und Mittel- und Südamerika Bewunderung findet, können wir entscheidend.

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