Hatz-Reform: Verlierer sind die schwer Vermittelbaren. Foto: dpa
HB BERLIN. Das Urteil ist hart: Weder brachten die Personal Service
Agenturen (PSA) den erhofften Erfolg, noch erleichterten
Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen die Eingliederung von Erwerbslosen in
den Arbeitsmarkt, heiß es im Prüfbericht des Bundesarbeitsministeriums zu den Hartz-Reformen, über den am Mittwoch das Bundeskabinett in Berlin beriet.
Die Arbeitsmarktreformen I bis III haben sich damit als
teilweise wirkungslos erwiesen. Verlierer seien vor allem schwer vermittelbare
Arbeitslose.
Nicht untersucht wurde das Herzstück der Arbeitsmarktreformen,
Hartz IV. Dazu ist eine eigene Studie in Arbeit. Für 2007 hat die
Regierung die Prüfung aller arbeitsmarktpolitischen Instrumente
angekündigt. Der Bericht über die Wirkungen der Arbeitsmarktreformen
bis zum Jahr 2005 war vom Bundestag 2002 in Auftrag gegeben worden.
Personal Service Agenturen und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen
erhielten schlechte Noten: Sie verschlechterten dem Bericht zu Folge
sogar die Eingliederungschancen. Auch die Arbeitslosenvermittlung
durch Dritte wird kritisch gesehen. Die boomenden 400-Euro-Minijobs,
aber auch die Zeitarbeit hätten zwar positive Wirkung am Arbeitsmarkt
entfaltet. Für Arbeitslose seien Minijobs jedoch nicht zur Brücke in
sozialversicherungspflichtige Beschäftigung geworden.
Für das Bundesarbeitsministerum ist die Vernachlässigung der
schwierigsten Gruppe unter den Arbeitslosengeld-I-Empfängern
volkswirtschaftlich und sozialpolitisch problematisch. Die
Arbeitsagenturen seien zu sehr auf schnelle Vermittlung fixiert,
heißt es in dem Bericht, der frühere Zwischenergebnisse bestätigte.
Positiv vermerkt er aber, dass der Umbau der Bundesagentur für Arbeit
„weitgehend erfolgreich“ verläuft.
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