A380-Schwierigkeiten
Brüderle warnt Merkel vor „Sündenfall Airbus“

FDP-Wirtschaftsexperte Rainer Brüderle hat Bundesklanzlerin Angela Merkel davor gewarnt, bei Airbus Industriepolitik wie ihr Vorgänger Gerhard Schröder einst beim Baukonzern Holzmann zu betreiben. Erste Rufe aus der großen Koalition nach Extra-Subventionen ließen bereits Schlimmes befürchten.

BERLIN. „Wir brauchen bei Airbus keine neuen industriepolitischen Experimente und Sündenfälle. Es darf keinen neuen Fall Holzmann geben“, sagte Brüderle dem Handelsblatt. Der damalige Bundeskanzler Schröder hatte sich vor rund vier Jahren medienwirksam in die Rettungsverhandlungen für den Baukonzern Holzmann eingeschaltet, die Insolvenz dann aber auch nicht verhindern können.

Brüderle lehnte zusätzliche Steuermilliarden oder KfW-Kredite für das Airbus-Projekt strikt ab. „Es darf jetzt keine neuen direkten oder versteckten staatlichen Beteiligungen bei Airbus geben. Die Probleme bei EADS zeigen, daß industriepolitische Dinosaurier keine Zukunftsmodelle sind“, sagte Brüderle. Europa brauche mehr Ordnungspolitik und weniger Industriepolitik.

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