Aachener Karnevalsverein
Zu Guttenberg wird in den Käfig der Narren berufen

Nun also auch der Vorzeigeminister: Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) wird vom Aachener Karnevalsverein zum Ritter des Ordens „Wider den tierischen Ernst“ geschlagen. Wer neben dem „Baron Jeck“ mit humorvollen Äußerungen für Aufsehen gesorgt hat.
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HB. Ruhm über Ruhm: Vom Minister im Krieg ist Karl Theodor zu Guttenberg zum Söldner des Humors avanciert. Neben dem ehemaligen CSU-Innenminister Hermann Höcherl („Man muss nicht dauernd mit dem Grundgesetz unterm Arm rumlaufen!“) sitzen im illustren „Cage aux Folles“ zu Aachen so witzige Figuren wie der Schweizer Ex-Botschafter Thomas Borer oder das noble Glitter-Girl Fürstin Gloria von Thurn und Taxis. Alle wurden in den Narrenkäfig berufen, weil sie ihren öffentlichen Reden beständig hohe Dosen Humor beimischten.

So auch der Ritter von Humor und Adel zu Guttenberg. Dabei hat der seine spritzigsten Zeilen schon viel früher zwischen die Deckel einer wahrhaftigen Dissertation mit Titel „Verfassung und Verfassungsvertrag“ (Duncker & Humblot) gepresst. In seinem Vorwort ließ der jetzige „Baron Jeck“ seinen offenbar in Wahlverwandtschaft zu Thomas Mann erlangten Sprachwitz aufblitzen: „Allzu viele mussten meine verwegene Charakter- und Lebensmelange ertragen, und ich bin allen überaus dankbar für unbeugsame Gelassenheit. Gleichwohl: Wirkliche Besserung ist kaum absehbar.“ Möge diese Androhung an alle nie ihre unbeugsame Unangemessenheit verlieren!

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