Ab 2015 Lkw-Maut soll sinken

Laut einem Zeitungsbericht muss Verkehrsminister Dobrindt die Lastwagen-Maut im kommenden Jahr senken. Dem Bund reißt das ein neues Loch in den Haushalt. Der Grund soll eine EU-Richtlinie sein.
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Ein LKW und ein Mautschild: Die Umsetzung der Maut könnte schwierig werden. Quelle: dpa

Ein LKW und ein Mautschild: Die Umsetzung der Maut könnte schwierig werden.

(Foto: dpa)

BerlinWährend noch über die Einführung einer Pkw-Maut gestritten wird, plant Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) nach einem Zeitungsbericht, die Abgabe für Lastwagen im kommenden Jahr zu senken. Ursache sei eine EU-Richtlinie, schreibt die „Passauer Neue Presse“ (Dienstag). Durch die geplante Senkung entstünden dem Bund von 2015 bis 2017 Mindereinnahmen von rund 460 Millionen Euro. In einem Gesetzentwurf des Verkehrsministeriums heiße es: „Insgesamt ergeben sich geringere Mautsätze als bisher.“

Dem Bericht zufolge müssen sich nach EU-Recht Infrastrukturgebühren wie die Lkw-Maut an den Baukosten und den Kosten für Betrieb, Instandsetzung und Ausbau des Straßennetzes orientieren. Dobrindt hatte im März ein neues Gutachten zur Entwicklung dieser Kosten vorgestellt. „Aufgrund des neuen Wegkostengutachtens müssen die Mautsätze abgesenkt werden. Grund ist das aktuell niedrige Zinsniveau“, heißt es im Gesetzentwurf. Die Vorteile, die der Bund durch die gesunkenen Kosten habe, müssten an die Nutzer weitergegeben werden.

Aus der SPD wurde die Forderung nach einem Ausgleich laut. „Wir müssen die Mindereinnahmen aus der abgesenkten Maut schnell kompensieren“, sagte Fraktionsvize Sören Bartol der Zeitung. Die Lkw-Maut auf allen Bundesstraßen und für kleinere Fahrzeuge ab 7,5 Tonnen müsse zügig kommen.

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9 Kommentare zu "Ab 2015: Lkw-Maut soll sinken"

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  • Was mich auf die Palme bringt, ist die vage Andeutung, dass es eine Vorschrift im EU-Recht gibt, die uns zur Senkung der Maut zwingt.
    WARUM kennt niemand diese Vorschrift? Wo kann ich sie lesen und abgleichen mit unseren Daten? Warum sinken die Mautbeiträge für Italien, Frankreich oder Österreich nicht? Die haben immerhin schon seit Jahrzehnten eine Maut.
    Und genau diese Heimlichkeit und Undruchschaubarkeit macht dem Bürger Angst vor der EU und allen weiteren Gedanken wie TTIP!!!

  • Deutschland ist doch das Land, welches diese kriminelle Dreckloch Brüssel hat immer mächtier werden lassen.
    Wie lange lassen die Bürgr sich das noch gefallen?
    Im übrigen, landet diee Maut ja ausschließlich in Schäubles Säckel. Warum wird die eigentlich nicht hergenommen um unsre Straßen zu renovieren?

  • Die EU zwingt uns die Maut zu senken und wir dürfen an Abgasen sterben unsere Straßen weiter von maroden LKW verschrotten lassen!

    => EU AUSTRITT JETZT !!!!!!!!!!

  • Gewerbliche werden also entlastet, damit der normale Bürger wieder belastet werden kann. Warum wollen unsere Politiker uns so vernichtetn? Nebenverdienste von 1 Mill. Euro reichen nicht, sodass Sie sich wie Raubritter aufführen und sich Gelder in unvorstellbare Höhe genehmigen, nehmen!! Warum weigern Sie sich Ihre Aufgaben, zum Wohle der Bürger zu sein, wahr zu nehmen??

  • Dass bisher die kleinen weißen Lieferwagen, die wie die Bienen überall herumsausen, keine Maut zahlen müssen, dient hauptsächlich amerikanischen Unternehmen wie Amazon.
    Müssen wir das?

  • Ist eben gute Lobbyarbeit der LKW-Hersteller - besser gesagt Korruption!

    Zu Beginn der 1950er Jahre beschäftigte sich die American Association of State Highway Officials (kurz AASHO) mit der Frage, inwiefern die Größe der Achslast Auswirkungen auf die Lebensdauer einer Straßenbefestigung hat. Zu diesem Zweck wurde in mehrjähriger Bauzeit eine Versuchsstrecke in Ottawa (Illinois) gebaut, die aus sechs Schleifen mit jeweils zwei Fahrstreifen bestand. Die Fahrbahnen waren dabei sowohl mit Asphalt als auch mit Beton und in unterschiedlicher Dicke befestigt. Bei der zwei Jahre andauernden Versuchsreihe (so genannter AASHO Road Test) befuhren daraufhin Lastkraftwagen mit unterschiedlichen Achslasten nahezu ununterbrochen die Teststraßen.

    Bei der Auswertung der Versuchsreihen konnte man feststellen, dass zwischen Deckendicke, Anzahl der Lastübergänge und Achslast ein Zusammenhang besteht und sich diese direkt auf die Lebensdauer und den Gebrauchszustand einer Straße auswirken. Die Lebensdauer der Straße wird dabei mit ungefähr der vierten Potenz der Achslast geringer.

    Die Genauigkeit des Vierten-Potenz-Gesetzes ist in der Fachwelt umstritten, da die Versuchsergebnisse neben den oben genannten Faktoren auch noch von vielen anderen Einflüssen, wie etwa klimatische Bedingungen, abhängen.
    Rechenbeispiel

    Fahrzeug A: 2 Achsen, Belastung je Achse: 1 t
    Fahrzeug B: 3 Achsen, Belastung je Achse: 10 t

    Ein Achsübergang des Fahrzeuges B beansprucht die Straße genauso wie 10^4=10.000 Achsübergänge von Fahrzeug A. Insgesamt beansprucht Fahrzeug B die Straße 3/2*10.000=15.000 mal so stark wie Fahrzeug A. Das bedeutet, dass Fahrzeug A erst nach 15.000 Überfahrten so viel Schaden anrichtet wie Fahrzeug B.

    Daraus lässt sich ableiten, dass ein Großteil der Schäden in den Straßen durch den Schwerlastverkehr hervorgerufen wird und PKW nur einen sehr geringen Teil dazu beitragen.

    (Wikipedia)

  • Der Grund soll eine EU-Richtlinie sein.
    Jede Richtlinie der EU, die der BRD schadet, wird nicht in Nationales Recht umgesetzt, genauso ist es mit Urteilen des Europäischen Gerichtshofs.
    Die EU ist kein Staat, sondern ein Verbund von souveränen Staaten, außer der BRD sie unterliegt nach wie vor Besatzungsrechten, deshalb gelten die sogenannten EU-Richtlinien und EU-Urteile nicht in der BRD.
    Hier gilt ausschließlich das GG.
    Basta

  • Und wieder so ein EU-Schwachsinn. Die LKWs sind die Hauptverursacher der Schäden auf Autobahnen und Brücken. Jetzt soll wohl der PKW-Fahrer diese Schäden mit übernehmen. Entspräche dem Konzept unserer Regierung. Siehe Energiekosten!

  • "Durch die geplante Senkung entstünden dem Bund von 2015 bis 2017 Mindereinnahmen von rund 460 Millionen Euro."

    Warum glaubt dieser "Staat" eigentlich, das er das Recht steigende Einnahmen bis in alle Ewigkeit hat? Alles, was einmal eingeführt wurde, soll unverrückbar so bleiben, oder wenn Änderungen, dann nur nach oben. Siehe Soli. Von Abschaffung keine Spur!

    Wenn ich Frau Merkel 3 mal hinter einander monatlich je 100 Euro klaue, habe ich dann ein Recht auf diese Summe für alle Zeiten?

    Das ist legitimiertes Gangstertum!

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