Ab Juli 2012
Rösler will Solarförderung kürzen

Wirtschaftsminister Philipp Rösler will die Kosten für Strom begrenzen: Ab dem kommenden Sommer sollen neue Solaranlagen nur noch bis zu einer Gesamtleistung von 1000 Megawatt gefördert werden.
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DüsseldorfWirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) will die Solarförderung im kommenden Jahr drastisch kürzen. Ab Juli 2012 sollen nur noch neue Solaranlagen bis zu einer Gesamtleistung von 1000 Megawatt gefördert werden, wie Rösler der „Rheinischen Post“ vom Donnerstag sagte. Strom müsse auch in Zukunft bezahlbar sein, sagte der Minister. „Richtig ist es, bei den größten Kostentreibern anzusetzen. Das ist vor allem die Photovoltaik. Die Reduzierung des Ausbaus auf 1000 Megawatt pro Jahr wird maßgeblich dazu beitragen, die Kosten zu begrenzen“.

2010 hatte der Zuwachs der installierten Fotovoltaik-Leistung noch 7400 Megawatt betragen, für 2011 rechnen die Übertragungsnetz-Betreiber mit einem Plus von 6500 Megawatt. Eine Kürzung auf 1000 Megawatt wäre also eine Kürzung auf weniger als ein Sechstel.

Die zuständige Arbeitsgruppe Energie von Union und FDP hat laut der „Rheinischen Post“ beschlossen, den Ausbau der Photovoltaik ab 1. Juli 2012 auf 1000 Megawatt pro Jahr zu begrenzen. Den Vorschlag für eine entsprechende Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) solle Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) bis Ende Januar vorlegen.

Darüber sei Röttgen zur Erarbeitung eines Konzepts aufgefordert worden, mit dem sichergestellt wird, dass die EEG-Umlage dauerhaft nicht die Größenordnung von 3,5 Cent pro Kilowattstunde übersteigt. Derzeit liegt die Umlage bei knapp 3,6 Cent. Die deutschen Stromnetz-Betreiber können die kommenden Kosten bislang nicht genau vorhersagen: Ihrer Schätzung zufolge könnte sie 2013 mit 3,66 Cent fast gleich bleiben oder auf bis zu 4,74 Cent steigen.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Ab Juli 2012: Rösler will Solarförderung kürzen"

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  • Ist dass der gleiche Dekkers, der die Chinesen für lupenreine Demokraten hält und keine "Blasenentwicklung" in China erkennen kann?! Die Stromkosten haben in der Chemieindustrie einen Kostanteil an der Bruttowertschöpfung von gerade einmal zwei Prozent!
    Reisende soll man nicht aufhalten!

  • Äh, Sie bezeichnen sich als Realist?! Sowohl Wind- als auch PV-Anlagen können und müssen auch Blindleistung zur Verfügung stellen!

  • Ihre Bemerkung ist einfach dumm. Können Sie nicht nachrechnen oder wollen Sie nicht?! Die Rechnung ist auch nicht von mir, sondern von den Übertragungsnetzbetreibern!! Fakt ist, es müßten im nächsten Jahr 35.000 MW Solaranlagen gebaut werden, die 30 Mrd. kWh Strom p.a. erzeugen können, damit sich der Strompreis um 1 Cent/kWh verteuert!! Das bekommen die Netzbetreiber in diesem Jahr alleine hin, ohne Mehrleistung versteht sich!

    PS: Der von Ihnen genannte Betrag (8 Mrd. Euro) wird für alle bestehenden PV-Anlagen gezahlt. Das ist ein kleiner Unterschied!

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