Ab Juli
Für einige Medikamente fallen Zuzahlungen weg

Einige verschreibungspflichtige Arzneimittel sind ab Juli wieder ohne Zuzahlung erhältlich.

HB BERLIN. Der Grund ist das seit dem 1. Mai geltende Arznei-Sparpaket, wonach besonders preisgünstige Festbetragsmedikamente von Eigenbeteiligungen der Versicherten befreit werden können. Die Spitzenverbände der Krankenkassen veröffentlichten dazu am Freitag in Berlin neue Preisgrenzen, die im Internet nachgelesen werden können (www.bkk.de/arzneimittel-festbetraege).

Ausgehend vom aktuellen Preisniveau seien vom 1. Juli bereits 21 Packungen zuzahlungsfrei, sagte der Chef des BKK-Bundesverbands, Wolfgang Schmeinck. Dutzende weitere könnten folgen. Es handele sich um den Anfang einer hoffentlich sehr dynamischen Entwicklung. Die Hersteller hätten es jetzt in der Hand, mit ihren Preisen so weit herunter zu gehen, dass es weitere Zuzahlungsbefreiungen geben werde, sagte er.

Ähnlich äußerte sich Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt. Die SPD-Politikerin sprach zudem von einem wichtigen Signal für die Patienten, dass sich Preisbewusstsein lohne. Zum ersten Mal seit mehr als zehn Jahren seien bestimmte Festbetragsarzneimittel wieder zuzahlungsfrei erhältlich.

Bei Festbeträgen handelt es sich um Preisobergrenzen, bis zu denen eine gesetzliche Krankenkasse ein Medikament erstattet. Liegt ein Präparat über diesem Höchstsatz, muss die Differenz vom Patienten getragen werden. Mit der Befreiung günstiger Präparate von Zuzahlungen sollen Patienten dazu veranlasst werden, beim Arzt auf die Verordnung möglichst billiger Mittel zu bestehen.

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