Abfindungen und Steuerberatungskosten
SPD will bei Steuerplänen nachbessern

Finanzpolitiker der SPD wollen sich mit einem Teil der Pläne der großen Koalition zum Abbau von Steuervorteilen nicht abfinden. Konkret geht es um die geplante Abschaffung der Steuer-Freibeträge bei Abfindungen sowie um das Abzugsverbot für private Steuerberaterkosten.

HB BERLIN. Der Finanzexperte der SPD-Fraktion im Bundestag, Jörg-Otto Spiller, sagte der "Berliner Zeitung": "Bei den Themen Abfindungen und Steuerberatungskosten haben wir noch Beratungsbedarf“. In den Reihen der Fraktion werde überlegt, die Abschaffung der Steuer-Freibeträge bei Abfindungen so zu gestalten, dass auch Sozialpläne und Vereinbarungen zur Altersteilzeit erfasst werden. Auch die Auswirkungen der Pläne auf Zeitsoldaten solle überprüft werden.

Zum geplanten Abzugsverbot für private Steuerberaterkosten sagte der SPD-Finanzexperte Reinhard Schultz, von den Steuerberatungskosten bei der Einkommensteuer könnte ein pauschaler Betrag für den Privatanteil herausgerechnet werden. Das würde zu einer deutlichen Vereinfachung führen. Am Donnerstag hatten Verbände und Oppositionsparteien die Vorhaben der Bundesregierung bei einer Anhörung des Bundestags-Finanzausschusses heftig kritisiert. Steuerexperten argumentierten, das geplante Abzugsverbot für private Steuerberatungskosten führe zu einem komplizierterem Steuerrecht.

Union und SPD wollen Anfang 2006 Steuervergünstigungen streichen und die Staatskassen mit Milliardeneinnahmen füllen. Neben dem Aus für reine Steuersparmodelle und der Streichung des Sonderabgabenabzugs für Steuerberaterkosten soll auch die Eigenheimzulage entfallen.

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