Steinmeier hatte sich persönlich für eine Neuregelung des Transplantationsgesetzes stark gemacht. Der SPD-Politiker hatte im August 2010 seiner Ehefrau Elke Büdenbender eine Niere gespendet und eine mehrwöchige Auszeit aus der Politik genommen.
Bahr verteidigte den Koalitionskurs gegenüber der DSO. „Die Stiftungsträger - die Ärzte, Krankenhäuser und Krankenkassen - sollen bessere Kontrollrechte bekommen.“ Auch solle der Geschäftsbericht der DSO künftig jährlich veröffentlicht werden.
Datenschutzrechtliche Bedenken von Linken und Grünen an Teilen der Organspende-Neuregelung sind nach Ansicht von Gesundheitsminister Bahr unbegründet. Der Patient bleibe auch mit dem geplanten Gesetz "Herr seiner Daten", versicherte der FDP-Politiker. Es sei zwar vorgesehen, dass die Krankenkassen auf der Gesundheitskarte die Spendebereitschaft ihrer Versicherten verzeichneten. Einsicht auf die hochsensiblen Gesundheitsdaten bekämen sie dadurch jedoch nicht.
Nicht anonymisierte Daten zu Forschungszwecken würden auch nur mit Zustimmung der Patienten weitergegeben. Nichtsdestotrotz müssten die Sorgen ernst genommen werden, sagte Bahr.
Die Patientenschutzorganisation Deutsche Hospiz Stiftung stellte mit Blick auf die DSO infrage, dass private Organisationen weiterhin über die Organentnahme und -verteilung entscheiden sollen. Das Gesetz solle nicht durch den Bundestag gepeitscht werden, sagte ihr Chef Eugen Brysch der dpa.
Der hessische Sozialminister Stefan Grüttner (CDU) forderte eine stärkere Regionalisierung der DSO. Auch die Entscheidungslösung geht Grüttner nicht weit genug. „Ich werde mich auch künftig dafür einsetzen, dass für diejenigen, die sich nicht erklären wollen, die erweiterte Widerspruchslösung gelten soll.“ Eine Organspende nach dem Tod solle danach erlaubt sein, sofern die Angehörigen nicht widersprechen.
In der Medizin wird die anstehende Entscheidung aufmerksam verfolgt, wie eine Stellungnahme von Deutschlands größtem Herztransplantationszentrum im nordrhein-westfälischen Bad Oeynhausen zeigt. Dort begrüße man, dass die Knappheit an Spenderorganen zunehmend Beachtung finde, hieß es. „Denn aktuell warten über 250 Patienten in Bad Oeynhausen auf ein Spenderherz, nur 70 bis 80 von ihnen werden im Laufe des Jahres transplantiert werden können.“ Von den 12 000 Menschen, die in ganz Deutschland auf die besondere Spende warten, sterben jeden Tag drei.

Vier Fragen -
1) Warum werden Privatpatienten nicht gefragt?
2) Wieviel kosten nervige Dauerabfragen?
3) Wer soll eine steigende Zahl superteurer Organtransplationen bezahlen?
4) Diene ich als Kassenpatient nur als Ersatzteillager oder habe ich auch die Chance auf ein Organ?
Nein, ich stelle Geld nicht über ein Menschenleben, bei mir als Kassenpatientin tut das aber jeder Arzt.
Die Uni Köln - als eine von vielen - hat eindeutig festgestellt, dass eine überproportionale Anzahl von Privatpatienten Organe erhält. Das kostet ja dann auch die Kassen nichts, da die Ausschlatung der Kassenpatienten von der Empfängerversicherung bezahlt wird. Ja, Eurotransplant sucht aus, das ist korrekt, nach objektiven Kriterien. Ich will dies sogar mal glauben, um den Glauben an die Menschheit nicht völlig zu verlieren. Doch dann entscheidet der Arzt, ob der ausgewählte Patient wirklich geeignet ist, fit genug im Moment usw. Nun, wenn da ein privat versichertet Patient auch gleich dringend ein Organ benötigt, könnte da die Versuchung nicht groß sein, ihn für fitter zu halten, die OP und Nachbehandlung bringt ja mehr... Ein Schelm, der Böses dabei denkt....
Meine Organe behalte ich so lange diese Fragen nicht geklärt sind!!!

Vertrauensverlust - Dank den Banken! Hier wurde schon sämtliches Vertrauen verspielt. Heute den Bürger ausschlachten wollen; wer kann da Gutes vermuten?
Nein, um den Menschen geht es hier nicht; sondern nur (wie immer) um das Geld was mit ihm verdient werden kann!
Wer traut da noch wem, wenn er verspricht: "Wir finden deinen Ausweis und erst danach werden wir dich ausschlachten?"
Einfach Pfui Teufel, wo sind wir hingekommen? Nur noch "Kohle machen" regiert die Welt. Mit Anteilnahme und Interesse am Mitmenschen hat das Gesabbel vom "helfen wollen" nichts mehr zu tun! Es bleibt nur noch das "Kohle machen".

@wem
Und genau deshalb habe ich mir einen Nichtorganspender-
Ausweis ausstellen lassen. Vor einigen Monaten hatte ich die DSO kontaktiert, mit der Anwort, dass eine gelenkte Organspende nicht möglich sei. [...]
P.S. Wenn Steinmeier eine Niere seiner Frau spendet, ist es seine Privatangelegenheit und das würde wohl auch jeder, wenn er dazu in der Lage ist, für seine eigene Frau tun.
[+++ Beitrag von der Redaktion editiert +++]
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