Abhörsichere Smartphones: Bund deckt sich mit „Merkel-Phones“ ein

Abhörsichere Smartphones
Bund deckt sich mit „Merkel-Phones“ ein

Nach den Nachrichten über Abhöraktivitäten rüsten die Spitzen deutscher Behörden auf. Der Anbieter des abhörsicheren Smartphones verkauft binnen drei Monaten mehr als 2.000 Spezialhandys an den Bund - Tendenz steigend.
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HannoverDie Spitzen der deutschen Bundesministerien nutzen dem IT-Spezialisten Secusmart zufolge fast flächendeckend abhörsichere Smartphones. „Das ist bei allen der Fall - mit einer Ausnahme“, sagte Secusmart-Chef Hans-Christoph Quelle am Dienstag am Rande einer Veranstaltung der Deutschen Messe in Hannover. Welches Bundesministerium noch außen vor sei, verriet er nicht, sagte aber, es sei für Sicherheitsbelange „relativ unwichtig“. Nach Quelles Darstellung hinken deutsche Firmen bei dem Thema allerdings hinterher.

Secusmart aus Düsseldorf habe im letzten Quartal 2013 gut 2.000 abhörsichere Geräte auf Blackberry-Basis an die Bundesbehörden verkauft. Das Interesse an der Technik sei international, es gebe Anfragen von Regierungen aus Nordeuropa, Südamerika, Asien und dem Nahen Osten. Die Enthüllungen des Informanten Edward Snowden zur Internet-Überwachung amerikanischer und britischer Geheimdienste hätten dem Thema einen großen Schub verliehen.

Nach dpa-Informationen nutzt Kanzlerin Angela Merkel ein Produkt aus dem Hause Secusmart, das das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zugelassen hat. Es handelt sich um ein Blackberry mit echten Tasten zum Drücken, das Merkel einer nur auf dem Bildschirm dargestellten Tastatur vorziehe. Quelle wollte sich nicht zu möglichen Handys der Bundeskanzlerin äußern.

Auch die Deutsche Telekom rüstet die Bundesbehörden mit ihrem abhörsicheren Telefon auf Basis von Samsungs Galaxy S3 aus. Es gebe Anfragen zu den Geräten aus 14 Ländern, hieß es vom Konzern. Auf der Computermesse Cebit in Hannover will die Telekom im März mit einem gesicherten Samsung-Tablet nachlegen.

Der Secusmart-Chef sieht großen Nachholbedarf bei der deutschen Wirtschaft. „Wenn es um Sprachverschlüsselung geht, dann sind die Behörden den Firmen meilenweit voraus.“ Teilweise nutzten familiengeführte Mittelständler, die in Nischen Weltmarktführer sind, häufiger entsprechende Sicherheitstechnik als Dax-Konzerne. „Noch kein deutsches Unternehmen hat dabei einen großen Rollout.“

Quelle verteidigte den Fokus auf den angeschlagenen Smartphone-Hersteller Blackberry. Dessen Sicherheitsarchitektur sei einfach das Maß der Dinge. Dennoch arbeite Secusmart auch an Lösungen für plattformübergreifende Produkte, die auf mehreren Betriebssystemen wie etwa Apples iOS und Android liefen. Für viele Firmen sei gerade diese offene Architektur eine wichtige Entscheidungshilfe.

Der Secusmart-Chef betonte, dass trotz der Snowden-Enthüllungen nicht unbedingt das individuelle Sicherheitsbedürfnis wachse. „Die Menschen kaufen Sicherheit nicht wegen der Sicherheit allein, sondern weil sie etwas Zusätzliches davon haben.“ Wenn Firmen zum Beispiel zunehmend nur noch Geschäftspartner akzeptierten, deren Systeme gewissen Sicherheitsstandards entsprächen, dann könne das die abhörsichere Kommunikation entsprechend voranbringen.

Eine 100-prozentige Sicherheit sei aber nur sehr schwer zu gewährleisten. So müsse beispielsweise das komplette Netz aller Kommunikationsteilnehmer entsprechend ausgerüstet sein. Nur ein Einfallstor wie etwa ein unverschlüsselter Konferenzteilnehmer reiche als Lücke schon aus. Außerdem gehe es nicht nur um Inhalte. Schon die Information, wer wann mit wem wie lange redet, könne viele Rückschlüsse zulassen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Die Chips in den Merkel-Telefonen haben build-in sogenannte Radio-Collectoren (bevor es verschlüsselt wird), die direkt mittels Radio-Frequenzen von aussen aktiviert und angezapft werden können, ohne dass sie eingeschaltet sein müssen oder online sein müssen.

    Man kann es nicht verhindern, es sei denn man knipts alle Drähte rund um die eingebauten Chips ab.

    Klappt bis 13 km Entfernung, wie man lesen konnte. NSA hört sowieso mit. Und mit Google-Android wird alles übertragen was man sagt, schreibt, oder sonst an Daten auf dem Handy hat.

    Am besten auf russische Röhrentechnik zurückgreifen ohne elektro-chips (Intel, AMD, Qualcom und co) und den schweren Handy-Rucksack auf dem Rücken tragen !!!

  • Solange die Dinger fremd eingekauft werden von Firmen in USA-hörigen Staaten ist da nichts abhörsicher....

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