Ablehnung
Politiker kritisieren Hymnen-Vorschlag „Schnapsidee“

Der grüne Spitzenpolitiker Hans-Christian Ströbele ist mit seinem Vorschlag einer türkischen Version der deutschen Nationalhymne über fast alle Parteigrenzen hinweg auf rigorose Ablehnung gestoßen. Von einer „Schnapsidee“ ist die Rede.

HB BERLIN. "Das ist ein typischer Orchideenvorschlag aus der Mulit-Kulti-Ecke", sagte die islampolitische Sprecherin der SPD, Lale Akgün. CSU-Generalsekretär Markus Söder qualifizierte Ströbeles Idee als "absolut durchgeknallt". Der Mann habe nichts von wirklicher Integration begriffen, sagte Söder der "Bild"-Zeitung.

Ströbele hatte sich für eine offizielle türkische Version der deutschen Nationalhymne ausgesprochen und damit eine lebhafte Debatte ausgelöst. Zuwanderer sollten diese Hymnen-Version als „Symbol für die Vielsprachigkeit Deutschlands“ singen können, sagte der Grünen- Fraktionsvize vor dem Hintergrund der Debatte in den USA über eine spanische Version der US-Nationalhymne.

Als einzige hatte die Sprecherin der FDP für Integration und Migration, Sibylle Laurischk, Ströbeles Vorschlag begrüßt. „Das wäre eine interessante Möglichkeit für Menschen anderer Herkunft und Sprache, die deutsche Kultur zu verstehen.“

Ströbele hatte im November 2004 schon einmal mit einem Vorstoß für Integration Aufsehen erregt, als er einen muslimischen Feiertag in Deutschland ins Gespräch brachte. Mit seinem Vorschlag, dafür einen christlichen Feiertag zu streichen, stieß er jeodch ebenfalls auf breite Ablehnung.

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