Abrechnung mit AfD-Chefin via Facebook: Ehemaliger Lehrer wettert gegen Frauke Petry

Abrechnung mit AfD-Chefin via Facebook
Ehemaliger Lehrer wettert gegen Frauke Petry

Auf die überraschenden Erfolge der AfD bei den Landtagswahlen folgt für die Parteivorsitzende Frauke Petry eine Abrechnung der besonderen Art. Auf Facebook liest ihr ihr ehemaliger Lehrer ordentlich die Leviten.

Nach dem Wirbel um den erneut verpassten Auftritt im ZDF Morgenmagazin, für den die AfD-Chefin Frauke Petry in den sozialen Medien reichlich Spott erntete, folgte auf Facebook nun eine Abrechnung aus der Vergangenheit.

Petrys ehemaliger Lehrer Heinrich Peuckmann knöpfte sich seine frühere Schülerin in einem 290 Wörter langen Post noch einmal vor. Anlass für Peuckmann war die Äußerung Petrys, dass „die Ethnisierung von Gewalt schon vor dem Ankommen von Flüchtlingen in manchen Städten zu Wohngebieten geführt habe, in die sich keine Polizei mehr traue.“ Auf Nachfrage nannte Petry dabei auch ihre Heimatstadt Bergkamen im Ruhrgebiet, in der die heute 40-Jährige fünf Jahre gelebt hatte und 1995 das Abitur am Städtischen Gymnasium abgelegt hatte.

Zu viel für ihren ehemaligen Lehrer, der auf Facebook entschieden der Behauptung widersprach, dass es in Bergkamen ein Viertel gebe, „in das sich die Bergkamener Polizei nicht mehr traut“. Einmal in Fahrt, rechnete Peuckmann, der sich auch als Schriftsteller betätigt („Blutige Lippe“) mit Petrys Moralvorstellungen ab: „Anderen Lügenpresse vorwerfen und selber lügen, wenn es darum geht, sein verschroben undifferenziertes und verachtenswertes Welt- und Menschenbild zu begründen, ist schon schäbig.“

Heinrich Peuckmann will daher von seiner ehemaligen Schülerin nichts mehr wissen: „Jemanden wie Frauke mit so einem Menschenbild und mit plumper Verdrehung der Wahrheit möchte ich denn doch nicht mehr treffen“, schreibt Peuckmann, um im letzten Satz dann noch auf seine eigene schriftstellerische Tätigkeit hinweisen: „Das widerspricht allem, für das ich (auch in meiner Literatur) stehe.“

Dieser letzte Satz des ehemaligen Lehrers wird von Petry-Anhängern entsprechend höhnisch kommentiert („Billig, sich den Erfolg von Frau Dr. Petry zu nutze zu machen um das eigene Buch zu verkaufen und Geld zu scheffeln.“) Die Aufmerksamkeit ist Heinrich Peuckmann zumindest sicher: Sein Post erzeugt binnen der ersten neun Stunden mehr als 5000 Reaktionen und 1000 Shares und Kommentare auf Facebook.

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