Absage an Rüstungsfirmen
Bundeswehr erhält keine zusätzlichen Boxer-Panzer

Insgesamt 272 Radpanzer des Typs Boxer bekommt die Bundeswehr – mehr sieht die Finanzplanung nicht vor. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hält somit an den Planungen ihres Vorgängers Thomas de Maiziere fest.
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BerlinDie Bundeswehr erhält über die bisherigen Planungen hinaus keine zusätzlichen Radpanzer des Typs Boxer, der von Rheinmetall und KMW gebaut wird. Die Beschaffung weiterer Fahrzeuge sei nach der derzeitigen Finanzplanung nicht zu leisten, heißt es in einem Schreiben des Parlamentarischen Staatssekretärs im Verteidigungsministerium, Markus Grübel, an den Wehr-Ausschuss des Bundestags, das Reuters am Montag vorlag.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hält damit an den Planungen ihres Vorgängers Thomas de Maiziere fest, der die Zahl der Hauptwaffensysteme der Armee im Rahmen der Bundeswehrreform Ende 2011 neu festgelegt hatte. Danach bekommt die Bundeswehr insgesamt 272 Radpanzer des Typs Boxer.

Im Mai hatten die Koalitionsfraktionen das Ministerium jedoch gebeten zu prüfen, inwieweit sich der Kauf weiterer Boxer-Radpanzer realisieren ließe. Grübel erteilte den Abgeordneten nun mit Verweis auf de Maizieres Planungen und aus finanziellen Gründen eine Absage.

„Eine zusätzliche Beschaffung von GTK (Gepanzerten Transport-Kraftfahrzeugen) Boxer würde grundsätzlich eine Korrektur der Leitlinien zur Neuausrichtung der Bundeswehr und den darin verankerten Obergrenzen für strukturrelevante Hauptwaffensysteme bedingen“, schrieb er an den Verteidigungsausschuss.

„Weder die Beschaffung von zusätzlichen GTK Boxer noch eine Erhöhung der Aufwendungen für den Betrieb sind in der derzeitigen Finanzplanung abbildbar.“

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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