Abschottung gegen Billig-Konkurrenz
Gebäudereiniger wollen Entsendegesetz nutzen

Die Tarifpartner der Gebäudereinigungs-Branche wollen das erweiterte Entsendegesetz für die Festschreibung von Mindest-Arbeitsbedingungen nutzen, sobald es verabschiedet ist.

HB BERLIN. Nach Informationen der "Financial Times Deutschland" vereinbarten der Bundesinnungsverband der Gebäudereiniger und die IG BAU bereits erste Schritte, um das geplante umfassende Entsendegesetz anwendbar zu machen. Es schreibt fest, dass auch ausländische Firmen Beschäftigte nur zu den in Deutschland üblichen Bedingungen hier arbeiten lassen dürfen. Das Bundeskabinett in Berlin hatte am Mittwoch Eckpunkte für eine Ausweitung des bisher vor allem auf den Baubereich beschränkten Entsendegesetzes auf alle Branchen verabschiedet. Die Union hat jedoch bereits angekündigt, das Gesetz in dem von ihr dominierten Bundesrat zu verhindern.

"Wir können sofort loslegen, wenn die gesetzlichen Vorgaben da sind", sagte die stellvertretende Vorsitzende des Innungsverbands der Gebäudereiniger, Christine Sudhop. Die 2600 Mitgliedsfirmern ihres Verbandes und die 720 000 Mitarbeiter fürchteten, dass ohne das Gesetz Unternehmen aus dem Ausland die Branche mit Monatslöhnen von 200 € angreifen. "Diese Firmen wären eine klare Konkurrenz zu unseren tarifgebundenen Firmen, wir hätten keine Chance gegen sie", sagte Sudhop. Ihr Verband würde auch einem gesetzlichen Mindestlohn zustimmen, fügte sie hinzu.

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