Absolute Mehrheiten in Gefahr
CDU droht Einbruch bei Landtagswahlen

Zehn Tage vor den Landtagswahlen zeichnen sich nach aktuellen Umfragen im Saarland und in Thüringen noch keine klaren Mehrheiten ab. In beiden Ländern würde die CDU ihre absolute Mehrheit verlieren. Auch für Schwarz-Gelb würde es jeweils nicht reichen.

HB BERLIN. Besser steht nach der jüngsten Infratest-Umfrage die CDU in Sachsen da. Sie käme auf 38 Prozent und könnte sich entscheiden, ob sie die Koalition mit der SPD fortsetzt oder ein neues Bündnis mit der FDP anstrebt.

In Thüringen liegt die alleinregierende CDU von Ministerpräsident Dieter Althaus derzeit bei 34 Prozent. Zweitstärkste Partei wäre die Linke mit 24 Prozent. Dann folgen die SPD mit 19 Prozent, die FDP mit acht Prozent und die Grünen mit sechs Prozent. Die rechtsextreme NPD erreicht in der Umfrage vier Prozent.

Rechnerisch gäbe es mit 49 Prozent der Wählerstimmen eine Mehrheit der Mandate für ein Bündnis von Linke, SPD und Grünen. Weil aber die Linke stärkste Kraft wäre und die SPD den Linke-Spitzenkandidaten Bodo Ramelow nicht zum Ministerpräsidenten wählen will, ist diese Variante unwahrscheinlich. CDU und FDP kommen zusammen nur auf 42 Prozent. Eine große Koalition von CDU und SPD hätte hingegen eine Mehrheit von 53 Prozent der Stimmen.

Im Saarland kann die alleinregierende CDU auf 38 Prozent der Stimmen zählen. Die SPD käme auf 26 Prozent, die Linke auf 15 Prozent, die FDP erreicht neun Prozent und die Grünen sechs Prozent der Stimmen. CDU und FDP hätten so zusammen 47 Prozent, genau wie eine ebenfalls denkbare rot-rot-grüne Koalition.

In Sachsen steht die CDU mit Ministerpräsident Stanislaw Tillich bei 38 Prozent der Wählerstimmen. Zweitstärkste Kraft ist die Linke mit 21 Prozent. Dann folgen die SPD mit 13 Prozent und die FDP mit 11,5 Prozent. Die Grünen kommen auf sechs Prozent. Die rechtsextreme NPD zieht nach der Umfrage mit 4,5 nicht wieder in den Landtag ein. Eine schwarz-gelbe Koalition hätte 49,5 Prozent der Stimmen, eine große Koalition aus CDU und SPD 51 Prozent. Infratest Dimap befragte am 18. und 20. August im Auftrag der ARD 1000 Menschen. Die Fehlertoleranz liegt zwischen 1,4 und 3,1 Prozentpunkte.

Auch im Bund würde es weiter für Schwarz-Gelb reichen: Fünf Wochen vor der Bundestagswahl können CDU/CSU und FDP nach dem neuen ARD-„Deutschland-Trend“ auf eine Mehrheit von 51 Prozent der Stimmen bauen. In der Infratest-Umfrage für das ARD-„Morgenmagazin“ kommt die Union auf 36 Prozent, 1 Prozentpunkt weniger als vor einer Woche. Für die SPD würden sich 23 Prozent (+ 1) der Wähler entscheiden.

Die FDP käme auf 15 Prozent (unverändert), die Grünen auf 13 Prozent (+ 1) und die Linke auf 9 Prozent (unverändert).

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