Abwärts in ARD, aufwärts im ZDF Umfrage-Achterbahnfahrt für SPD

Die SPD liegt weiter abgeschlagen hinter der CDU. Doch während die Partei im ARD-„Deutschlandtrend“ an Zustimmung verliert, gewinnt sie im neuen ZDF-„Politbarometer“ hinzu. Eng ist der Kampf um Platz drei.
Update: 15.09.2017 - 11:42 Uhr 34 Kommentare
Die Sozialdemokraten liegen inzwischen nur noch bei 20 Prozent. Quelle: Reuters
SPD-Umfragewerte

Die Sozialdemokraten liegen inzwischen nur noch bei 20 Prozent.

(Foto: Reuters)

BerlinKnapp eine Woche vor der Bundestagswahl haben die Zustimmungswerte für die Sozialdemokraten einer neuen Umfrage zufolge wieder zugelegt. Wie am Freitag aus dem ZDF-„Politbarometer“ hervorging, stieg die SPD in der Sonntagsfrage um einen Prozentpunkt auf 23 Prozent. Die Union hingegen sackte auf 36 Prozent ab (minus 2). Auf Platz drei lagen FDP und AfD gleichauf mit jeweils 10 Prozent (beide plus 1). Linke und Grüne verharrten unverändert bei 9 beziehungsweise 8 Prozent.

Neben einer großen Koalition wäre den Angaben nach auch eine sogenannte Jamaika-Koalition aus CDU, FDP und Grünen möglich. Für alle anderen realistischen Möglichkeiten gibt es der Umfrage zufolge keine Mehrheit. Beide Koalitionen werden allerdings in den Umfragen von der Bevölkerung mehrheitlich abgelehnt. Nur 25 Prozent der Befragten würden eine Jamaika-Koalition gut finden. 52 Prozent lehnen sie ab. Eine Fortsetzung der großen Koalition kommt immerhin auf 40 Prozent Zustimmung. 42 Prozent der Befragten finden sie schlecht.

In einem am Donnerstag veröffentlichten „Deutschlandtrend“ der ARD lag die SPD nur noch bei 20 Prozent. Dies ist ihr schwächster Wert seit Januar und zugleich im „Deutschlandtrend“ generell. Die CDU kam auf 37 Prozent. Drittstärkste Fraktion würde demnach die AfD, wenn bereits am kommenden Sonntag und nicht erst am 24. September Bundestagswahl wäre: Sie gewann einen Punkt auf zwölf Prozent hinzu. Die FDP legte einen halben Punkt auf 9,5 Prozent zu, während die Linke einen Punkt auf neun Prozent verlor. Die Grünen büßten einen halben Punkt auf 7,5 Prozent ein.

Der Umfrage zufolge sind Unions- und SPD-Anhänger gespalten, wenn es um künftige Koalitionen geht. Bei einer Entscheidung zwischen einer Großen Koalition und einem Jamaika-Bündnis nach der Wahl würden sich demnach 45 Prozent der Unions-Anhänger für ein erneutes Bündnis mit der SPD entscheiden, während 46 Prozent für Jamaika wären. Bei den SPD-Anhängern wäre eine knappe Mehrheit von 50 Prozent für eine große Koalition mit der Union, während 46 Prozent für den Gang in die Opposition wären.

  • rtr
  • dpa
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34 Kommentare zu "Abwärts in ARD, aufwärts im ZDF: Umfrage-Achterbahnfahrt für SPD"

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  • Die SPD steht verloren zwischen den Linken und dem linken Teil der CDU. Die jeweiligen Flügel der SPD werden dort ihr neues Leben finden.

  • S P D nimmt ab !
    A f D legt zu !

    Frage an R a d i o Eriwan ?
    Hatte die S P D soviele verkappte NationalSozialisten in der Partei ?

  • Ein in etwa zuverlässiger Wert, wie hoch der Stimmenanteil der AfD anhand der Prognosen bei der BTW sein könnte, ist der Anteil Derjenigen, die weder Merkel oder Schulz als Kanzler haben wollen.

    Der letzte mir bekannte Wert dazu war 15%.

    Geht man davon aus, dass Wähler der SPD und CDU sich sicher nicht gegen den eigenen Parteikandidaten aussprechen, dann können theoretisch nur noch Grüne, Linke und FDP in die 15 %Gruppe fallen.

    Unterstellt man, dass bei diesen Parteien bei den realen & irrealen Koalitionsmöglichkeiten überwiegend auch der entsprechende Kanzlerkandidat bevorzugt wird, verbleibt nur noch ein minimaler Anteil aus Wählern dieser Parteien innerhalb der 15 %-Gruppe.

    Man achte also mehr auf den Wert, der bei den „Umfragen“ weder Merkel noch Schulz als Kanzler haben will.

  • Herr Sir Alex - 15.09.2017, 12:02 Uhr
    Ich bin Wahlhelfer! Ich kann nur jedem empfehlen das zu machen!
    --------------
    So ist es!!!!! Dafür sollte man als guter Staatsbürger in dem marginalen Stundenfenster seine Pflicht erfüllen.

  • Geht wieder auf Groko hinaus.

  • Herr Sir Alex

    Darüber kann man nur sekulieren. Und wenn man das macht, begibt man sich auf das Niveau der Kristallkugel-Institute - oder wie man die auch immer bezeichnen will.

  • "Neben einer großen Koalition wäre den Angaben nach auch eine sogenannte Jamaika-Koalition aus CDU, FDP und Grünen möglich. Für alle anderen realistischen Möglichkeiten gibt es der Umfrage zufolge keine Mehrheit. "

    https://www.welt.de/debatte/kommentare/article168585345/Jamaika-ist-tot-und-das-ist-auch-gut-so.html

    Jamaika mag in Schleswig-Holstein funktionieren, aber nicht im Bund -- Gott sei Dank.

  • Bitcoin ist den Banken zu groß geworden. Jetzt soll es abgeschaft werden!

  • Herr Peer Kabus15.09.2017, 12:19 Uhr

    Wieviel % werden die fälschen können? Was denkt Ihr? 3-5 %?

  • Was mich bei den berechtigten Feststellungen von Wahlfälschungen und geeigneter Kontrollmaßnahmen am Zahltag erstaunt, ist die Tatsache, dass hier niemand darauf abstellt, dass diese BTW auf Antrag der AfD von i n t e r n a t i o n a l e n Wahlbeobachtern begleitet wird.

    Allein der Fakt, dass man in der Tat eine Kontrolle durch internationale Wahlbeobachter in ach so demokratischen Deutschland für erforderlich hält, sagt doch Alles über den Zustand in diesem Land aus.

    Es ist zu befürchten, dass die Anzahl der internationalen Beobachter nicht ausreichen wird, um z. B. flächendeckend sicherzustellen, dass allein bei der Auszählung der Briefwahlstimmen alles korrekt zugeht.

    Es ist deshalb jeder gefordert, vor Ort nach 18:00 in jedem Wahllokal zu kontrollieren, wie wer was „zählt“.

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