Älteren Menschen muss der Zugang zu den Privaten erleichtert werden
Seehofer begrüßt Reformvorschläge der privaten Krankenversicherer

Unionsfraktionsvize Horst Seehofer hat die Vorschläge der privaten Krankversicherer (PKV) für einen vereinfachten Wechsel von der gesetzlichen Krankenkasse zu einem privaten Krankenversicherer begrüßt. Er mahnt jedoch weitere Reformschritte der PKV an.

BERLIN. "Es ist schön, dass sich nun auch die Private Krankenversicherung bequemt und überlegt, wie man ein zukunftsfähiges System mit mehr Wettbewerb erreichen kann", sagte Seehofer dem Handelsblatt. Die heute bestehenden Möglichkeiten zum Versicherungswechsel seien nun einmal "alles andere als zeitgemäß".

Bisher verlieren privat Versicherte bei einem Anbieterwechsel ihre über die Prämie angesparten Altersrückstellungen, weshalb es faktisch nur Wettbewerb um das Neugeschäft gibt. Das will der PKV-Verband mit seinen Vorschlägen korrigieren. Trotzdem sieht Seehofer in dem am Donnerstag vorgestellten Konzept keine Lösung. "Auch damit wird die PKV die Diskussion über die Zukunft des Krankenversicherungssystems nicht austreten", betonte er.

Auch der neue Vorschlag ändere nichts daran, dass älteren Menschen ein offener Zugang zur Privatversicherung verwehrt bleibe. Wer Politik für die Versicherten machen wolle, könne daher "nicht schon am Anfang einer Diskussion Garantierklärungen für die Versicherer abgeben." Das PKV-Konzept sieht unter anderem vor, dass künftig freiwillige Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung bis zu ihrem 55. Lebensjahr ohne Gesundheitsprüfung und Risikozuschläge in einen Basistarif der Privatversicherung wechseln können.

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