Änderung bei OBU II: Am Maut-Terminal verzweifeln viele

Änderung bei OBU II
Am Maut-Terminal verzweifeln viele

Die vier Einbuchungsmöglichkeiten zur Nutzung und Bezahlung des neuen Mautsystems haben laut Toll Collect und Bundesverkehrsministerium funktioniert.

HB BERLIN. Im Zentrum steht das satellitengestützte automatische Erfassungssystem. Von diesen On Board Units (OBU) sind derzeit über 320 000 in Lkw eingebaut. Daneben gibt es zwei manuelle Einbuchungssysteme: das Internet und Terminals an Tankstellen und Raststätten. Hilfsweise gab es Angebote privater Dienstleister für eine Handy-Einwahl, was aber von Spediteuren als sehr teuer bezeichnet wurde.

Das Terminal ermöglicht den Buchungsvorgang in mehreren Schritten: Einzugeben sind unter anderem Fahrzeugnummer, Schadstoffklasse, Achsenzahl, Tag des Starts und genaue Autobahn-Auffahrt und -Abfahrt. Genau hiermit haben viele Fahrer aber Probleme - wenn sie zum Beispiel nicht genau wissen, welches nach langer Fahrt die günstigste Abfahrt zu ihrem Kunden ist und sie deshalb umbuchen müssen.

In zahlreichen Seminaren haben Fuhrunternehmer und Lkw-Fahrer immer wieder gefragt: „Was ist, wenn sich ein Stau auftut und mich unterwegs zu einem Umweg zwingt, bis zur Umbuchung der zunächst gewählten Fahrstrecke aber ohne Maut etwa 20 Kilometer bis zum nächstgelegenen Terminal zu fahren sind?“ Die Antwort der Toll Collect-Mitarbeiter: „Dann sind Sie Mautpreller.“

Angesichts dieser Probleme erhofft sich der Betreiber jetzt, dass immer mehr Firmen auf den Einbau der OBUs setzen. Dann gebe es auch keine Staus durch etwa voll besetzte Terminals.

Aber auch das derzeit verwendete OBU ist noch nicht der Weisheit letzter Schluss. Nach Einführung der ersten abgespeckten Version Anfang des Jahres soll OBU II zum 1. Januar 2006 folgen. Dabei werden auch inzwischen fertig gestellte Teil-Autobahnstrecken automatisch in die OBUs eingespeist, was derzeit noch nicht möglich ist. Damit schöpft der Bund derzeit seine Einnahmemöglichkeiten noch nicht voll aus. Frühestens OBU II könnte auch einen neuen Maut-Tarif enthalten, zum Beispiel die angekündigten 15 statt jetzt 12,4 Cent je Kilometer, wenn den durch Steuern belasteten Transporteuren zugleich ein EU- Harmonisierungs-Betrag von 600 Millionen Euro zurückgegeben wird.

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