Ärger in der Partei-Spitze über Wahlergebnisse
SPD-Reformkritiker werden auch abgestraft

Nach der SPD-Spitze haben auch die Reformkritiker bei den Vorstandswahlen auf dem Bochumer Parteitag einen kräftigen Dämpfer erhalten. Mit Sigrid Skarpelis-Sperk wurde am Dienstag eine der schärfsten Gegnerinnen des Regierungskurses abgewählt.

HB BOCHUM. Bei der Wahl der 37 Beisitzer des Vorstands während des Bundesparteitages in Bochum kamen nur 14 der insgesamt 43 Bewerber im ersten Wahlgang durch. Dazu zählten der Juso-Vorsitzende Niels Annen, die Minister Edelgard Bulmahn (Bildung) und Hans Eichel (Finanzen), Niedersachsens Fraktionschef Sigmar Gabriel und Nordrhein-Westfalens SPD-Chef Harald Schartau. Das beste Ergebnis erhielt Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck, gefolgt von Schleswig-Holsteins Ministerpräsidentin Heide Simonis.

Die bayerische SPD-Politikerin Sigrid Skarpelis-Sperk, die bei der Bundestagsabstimmung über die Gesundheitsreform mit Nein gestimmt hatte, verfehlte erstmals seit 12 Jahren den Wiedereinzug in den Vorstand. Dagegen wurde der scharfe Kritiker von Schröders „Agenda 2010“, Ottmar Schreiner, knapp bestätigt. Schwache Ergebnisse erhielten auch die stellvertretende DGB-Vorsitzende Ursula Engelen- Kefer und die Sprecherin der Parteilinken, Andrea Nahles. Die ostdeutschen Landesvorsitzenden Christoph Matschie (Thüringen) und Manfred Püchel (Sachsen-Anhalt) schafften es erst im zweiten Anlauf.

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