Ärztegewerkschaft
Montgomery sucht Alternativen im Tarifkonflikt

Nach den ergebnislos beendeten Tarifgesprächen für die Ärzte an Universitätskliniken und Landeskrankenhäusern hat sich die Lage weiter verschärft. Der Chef der Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB), Frank-Ulrich Montgomery, erklärte gegenüber dem Handelsblatt erstmals seine Bereitschaft, auch mit einzelnen Ländern einen separaten Tarifabschluss zu vereinbaren.

HB BERLIN. Dies zog Montgomery in Erwägung, sollte sich die Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) bei dem für den morgigen Mittwoch angesetzten Spitzentreffen in Dresden nicht bewegen. „Ich habe zwar grundsätzlich kein Interesse an Tarifabschlüssen mit einzelnen Ländern, da dies nur die Verhandlungen mit der Rest-TdL erschweren würde,“ sagte Montgomery dem Handelsblatt.

Auf der anderen Seite erkenne er in Ländern wie Bayern und Baden-Württemberg aber die Bereitschaft, schnell zu einem Abschluss zu kommen. „Dort werden uns Angebote gemacht, die meinen Arztkollegen das Wasser im Mundes zusammenlaufen lassen.“ Sollten diese Länder bereit sein, separat abzuschließen, könne der Marburger Bund sich dem schon mit Rücksicht auf die dortigen Ärzte kaum verschließen. Denn sie hätten bislang die Hauptlast des in die achte Woche gehenden Arbeitskampfes getragen.

Bislang stehen beide Länder aber zur Tdl, in der noch 14 der 16 Bundesländer zusammengeschlossen sind. „Über einen möglichen Ausstieg wurde bisher nicht gesprochen,“ teilte das baden-württembergische Finanzministeriums auf Anfrage mit.

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