Ärzten setzen sich vor Gericht durch
Kassen müssen Millionen nachzahlen

Zwei Betriebskrankenkassen aus Dresden und Bochum haben niedergelassenen Kassenärzten mehr als 75 Mill. € Honorar vorenthalten.

HB MÜNSTER. Das Geld sei zum Teil bereits zurückgezahlt worden, die Restsumme werde noch überwiesen, teilten am Mittwoch die BKK Gesundheit und BKK Aktiv West mit. Das Bundessozialgericht hatte in der vergangenen Woche einen Rechtsstreit zwischen den Kassen und der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe in letzter Instanz zugunsten der Mediziner entschieden.

Die Kassen hatten die Zahlungen an die Ärzte mit der Begründung gekürzt, ihre Versicherten seien vorwiegend jung und gesund, ihre Behandlung deshalb nicht aufwändig. Auf die Beiträge der Versicherten werde sich die Nachzahlung nicht auswirken, betonten die Kassen. Die Summen seien in den Kalkulationen bereits berücksichtigt worden.

Unabhängig vom tatsächlichen Behandlungsaufwand bezahlen die Kassen für jedes Mitglied eine Pauschale an die Ärzteschaft. Die Betriebskrankenkassen mit zusammen 550 000 Mitgliedern argumentierten im Jahr 2000, ihre Klientel habe sich stark verändert, hin zu jüngeren und gesünderen Versicherten. Deshalb sei eine um sieben Prozent höhere Kopfpauschale als bei einer großen Ersatzkasse nicht mehr gerechtfertigt (Az.: B6KA71/04 R und B6KA72/04 R).

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%