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Ärztestreik: „Das ist ein Sklavenaufstand“

Zehntausende Ärzte gehen auf die Straße und Praxen bleiben geschlossen - sie zielen auf die Krankenkassen. Dabei hätten einige Mediziner Grund genug, die Verteilung des Gelds in der Ärzteschaft selbst zu beklagen.

An der Eingangstür einer Arztpraxis hängt ein Hinweiszettel mit der Aufschrift „Diese Praxis bleibt heute geschlossen“. Quelle: dpa
An der Eingangstür einer Arztpraxis hängt ein Hinweiszettel mit der Aufschrift „Diese Praxis bleibt heute geschlossen“. Quelle: dpa

Berlin Trotz der Einigung im Honorarstreit mit den Krankenkassen müssen sich viele Patienten am Mittwoch auf Protestaktionen von niedergelassenen Ärzten einstellen. Die Medizinerverbände kündigten an, dass viele Praxen nur eingeschränkt arbeiten oder geschlossen bleiben würden. Erwartet werde die Teilnahme von 20.000 bis 30.000 Ärzten, sagte ein Sprecher der gemeinsamen Koordinierungsstelle. Die Schwerpunkte liegen demnach in Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen, Bayern und Berlin. Kundgebungen sollten an 34 Orten stattfinden.

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Im wochenlangen Streit über mehr Geld für die niedergelassenen Ärzte war am Dienstag ein Kompromiss erzielt worden. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung einigte sich mit dem Spitzenverband der Krankenkassen auf eine Honorarsteigerung zwischen 1,15 und 1,27 Milliarden Euro. Die Details sollen in den kommenden Wochen bei Gesprächen auf Landesebene geklärt werden. Ein Schlichtungsergebnis von Ende August sah für die rund 150.000 niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten zunächst ein Plus von 270 Millionen Euro im kommenden Jahr vor. Die Mediziner hatten 3,5 Milliarden Euro gefordert.

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Ein Sprecher der Koordinierungsstelle erklärte am Mittwoch, es gehe nicht nur um das Honorar, sondern um die Gesamtbedingungen. Die Mediziner verlangten feste Preise für ihre Leistungen. "Es gibt keinerlei Transparenz, wie ärztliche Leistungen vergütet werden." Zudem griffen die Kassen in die Therapiehoheit der Ärzte ein. So hätten Krankenkassen einen Grippeimpfstoff ausgeschrieben. Weil der Hersteller nicht liefern könne, gebe es in Bayern, Schleswig-Holstein und Hamburg Engpässe.

„Dies ist kein Ärztestreik - dies ist ein Sklavenaufstand“, war auf Protestschildern zu lesen, als sich rund 30 000 Ärzte 2006 in Berlin versammelten. Seither sind die Ausgaben der Krankenkassen für Ärzte um rund fünf Milliarden Euro gewachsen. Doch haben die Funktionäre den Ärzten jetzt kaum weniger deutliche Slogans vorgeschlagen, etwa: „Wir kümmern uns um die Rentner, Krankenkassen um die Rendite“. Und für Ärzte, die das Demonstrieren noch nicht so gewohnt sind, gibt es Tipps: „Zu große und schwere Plakate sind insbesondere beim Umzug eine Plage.“

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Auf was müssen sich die Patienten in Zukunft einstellen? Zunächst geht es nur um geschlossene oder teils geschlossene Praxen an diesem einzelnen Aktionstag. 25 000 bis 30 000 Mediziner und Angestellte wollen laut Organisatoren mitmachen. Allein die Zahl von 150.000 Ärzten und Psychotherapeuten insgesamt zeigt, dass eine Mehrheit wohl auf eine Teilnahme verzichten will.

Die Allianz der Ärzteverbände, die die Proteste organisiert, will über nächste Eskalationsstufen zwar bald beraten. Doch einen richtigen Streik wird es nicht geben. Denn jeder Vertragsarzt hat eine Präsenzpflicht. Die Mediziner müssen bei einer vollen Zulassung an ihrem Arztsitz persönlich mindestens 20 Stunden wöchentlich in Sprechstunden zur Verfügung stehen.

  • 10.10.2012, 13:50 UhrProf-Dr-Best

    Eine Ehe ist ein freiwilliger SEX-SKLAVEN-Vertrag. Eine Ausnahme bildet nur die Gruppe ausandsadoptierender polygamer-homoesexueller-Scheinehen mit Migrationshintergrund zur Erlangung von Wahlrecht (*blink* noch irgendeine Randgruppe vergessen? *blink_)

  • 10.10.2012, 13:44 UhrAbschabungsklinik

    Wieder heimlich zuviel vom DesinfektionsALKOHOL GETRUNKEN?

  • 10.10.2012, 13:42 UhrBenutzer

    270 Millionen sind für die Ärzte, der Rest für Psychotherapie. Das sind für jede Praxis 150€ mehr Umsatz (!!) pro Monat.
    Ständig wird über Milliarden und Verteilung geredet und damit verschleiert, das die einzelne Leistung des Arztes praktisch nichts wert ist. Außer den Ärzten haben auch alle Interesse daran, das das so bleibt. Jede Kreissparkasse kalkuliert mit 400€ Umsatz pro Stunde für ihre Berater, ein Pflegedienst bekommt 12,33€ für eine Spritze und Ärzte sollen all- inclusive für 12 bis 15€/ Quartal bieten? Jeder bekommt was er braucht, aber muß auch dafür bezahlen.

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