Äußerung zu Christian Klar
CDU wütet gegen Theaterintendanten Peymann

Bereits vor fast zwei Jahren hat der Intendant des Berliner Ensembles, Claus Peymann, dem inhaftierten RAF-Terroristen Christian Klar ein Praktikum angeboten, sollte die Justiz das zulassen. Nun hat Peymann auch noch Sympathien für Klars Ansichten bekundet - und die CDU erregt sich mächtig über ihn.

HB BERLIN. „Es kann nicht angehen, dass eines der am meisten beachteten Theater unserer Hauptstadt derartigen verworrenen Fantasien eine Bühne bietet“, erklärte der Generalsekretär der Bundes-CDU, Ronald Pofalla, am Donnerstag. Die Einlassungen von Peymann seien „abscheulich und respektlos gegenüber den Opfern und Angehörigen des RAF-Terrors“.

Auch der Generalsekretär der Berliner CDU, Frank Henkel, bezeichnete die Äußerungen Peymanns als „ein absolut unwürdiges Schauspiel“. „Das Berliner Ensemble ist jedenfalls keine Besserungsanstalt für RAF-Terroristen“, erklärte Henkel. Berlins Regierender Bürgermeister und Kultursenator Klaus Wowereit (SPD) müsse sich fragen, ob Peymann noch tragbar sei.

Peymann hatte Klars Kapitalismuskritik in einem Grußwort an die Rosa-Luxemburg-Konferenz in Berlin begrüßt. „Das sind auch meine Ansichten“, sagte Peymann der „taz“. Der Intendant erneuerte sein Angebot, Klar ein Praktikum als Bühnentechniker am Berliner Ensemble zu ermöglichen.

Pofalla warf Peymann vor, „einem Mörder und unbelehrbaren Verächter der freiheitlich demokratischen Grundordnung einen Praktikumsplatz anzubieten, während zehntausende arbeitslose Jugendliche vergeblich auf ihre Chance zum Start ins Leben warten“. Der BE-Intendant sollte den Platz lieber einem jungen Menschen ohne Lehrstelle geben, forderte der CDU-Politiker.

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