AfD-Chef beklagt Überbelastung
Lucke droht mit Abgang

AfD-Chef Bernd Lucke klagt, er müsse entlastet werden, die interne Koordination sei zu kompliziert. Er denke deshalb darüber nach, ob er wirklich noch einmal kandidieren will. Andere AfDler sehen das als Drohung an.
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BerlinDer Chef der Alternative für Deutschland (AfD), Bernd Lucke, erwägt nach eigenen Angaben, im kommenden Jahr nicht mehr für sein Amt zu kandidieren. „Ich habe noch nicht entschieden, ob ich noch einmal antreten werde“, sagte Lucke der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Montagsausgabe). Er wolle „ab und zu auch mal wieder Zeit für meine Familie“ haben. „Vielleicht bieten sich andere Führungspersönlichkeiten an.“

Lucke verband seine Äußerung mit der Forderung, in der Partei die Ämter eines alleinigen Parteivorsitzenden - bisher sind es drei - und eines Generalsekretärs zu schaffen. Bei drei Vorsitzenden sei der Koordinationsbedarf zu hoch. „Tatsächlich geht es darum, dass ich entlastet werden muss von dem erdrückenden Arbeitspensum“, sagte Lucke.

Die AfD-Bundesvorsitzende Frauke Petry kritisierte den Vorstoß ihres Kollegen. Sie arbeite „ungern mit Drohungen“, sagte sie der „FAZ“. Das Modell der drei Parteivorsitzenden habe sich bewährt. Der dritte Bundesvorsitzende der Partei, Konrad Adam, sagte seinerseits der Zeitung, Lucke sei „in mancher Beziehung unentbehrlich“. Aber der Erfolg der AfD sei mit dem bisherigen Modell erreicht worden. Es sei „nicht das erste Mal“, dass Lucke drohe, nicht mehr anzutreten.

In der AfD gibt es seit geraumer Zeit Diskussionen über die künftige Struktur und auch die Machtaufteilung.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " AfD-Chef beklagt Überbelastung: Lucke droht mit Abgang"

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  • Guter Videokommentar von Frau Springfeld.

    Faire Äußerungen über die AfD ist man ja nun auch nicht gewohnt!

  • Dieser Richtungsstreit muss auch in absehbarer Zeit geklärt werden und nicht erst in ein paar Jahren. Es muss klar sein wohin diese Reise geht!
    Ich persönlich glaube nicht das eine FDP 2.0 funktionieren würde, so wie es sich Lucke und Henkel sicher am meisten wünschen. Ich plädiere klar für eine eher national-konservative Ausrichtung (so wie früher die CSU einmal war) mit liberalem Wirtschaftsflügel, so wie die AfD auch mehrheitlich von vielen empfunden wird. Dafür gibt es definitiv noch eine Lücke in Deutschland die von der AfD gefüllt werden kann!

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

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