AfD-Chefin bei Alfa unerwünscht
Frauke Petry muss draußen bleiben

Im AfD-Streit um Björn Höcke haben Mitglieder des rechten Flügels Parteichefin Petry nahegelegt, die Partei zu verlassen und zur Konkurrenz Alfa zu wechseln. Doch die Lucke-Partei lehnt eine Aufnahme strikt ab.

BerlinAlfa, die neue Partei von AfD-Gründer Bernd Lucke, nimmt keine Mitglieder der AfD mehr auf. Alfa habe seit dem 1. Dezember die AfD auf ihre Unvereinbarkeitsliste gesetzt. „AfD-Mitglieder, die die Partei nicht vor dem 1.12. verlassen haben, werden daher im Regelfall nicht mehr aufgenommen“, sagte Lucke dem Handelsblatt.

Lucke reagierte damit auf die „Patriotische Plattform“ in der Alternative für Deutschland (AfD), die der AfD-Bundessprecherin Frauke Petry wegen ihrer kritischen Haltung zum Thüringer Landtagsfraktionschef Björn Höcke nahegelegt hatte, die Partei zu verlassen und zu Alfa zu wechseln. In einer auf der Facebook-Seite der Organisation verbreiteten Mitteilung wandte sich die Plattform „an alle, die meinen, Höcke weiter öffentlich den Rücktritt nahelegen zu müssen“.

Petry wird in dem Eintrag zwar namentlich nicht genannt, nach ihren Aussagen zu Höcke in einem TV-Interview, wo sie sich für einen Parteiaustritt des Thüringers ausgesprochen hatte, dürfte die Nachricht jedoch vor allem für sie bestimmt sein. „Ihr wollt eine AfD ohne Björn Höcke? Die gibt’s schon! Diese Partei heißt Alfa“, heißt es in der Mitteilung weiter. Alfa sei für all diejenigen gegründet worden, die meinen, mit Höcke nicht in einer Partei sein zu können. „Wie wär's also, ihr ginget, anstatt in der AfD Unfrieden zu stiften, einfach dorthin?“, forderte die Plattform unmissverständlich.

Lucke sieht allerdings weder für Petry noch für ihren Mitvorsitzenden Jörg Meuthen die Möglichkeit für einen Wechsel zu Afa. „Personen wie Petry und Meuthen, die mit Höcke paktiert und ihn bei dem Amtsenthebungsverfahren protegiert haben, würden ohnehin nicht in Alfa aufgenommen werden.“ Ein Amtsenthebungsverfahren gegen Höcke war im Sommer gescheitert.

Lucke hatte der AfD im Juli den Rücken gekehrt, nachdem er als Parteichef abgewählt worden war. Gemeinsam mit anderen AfD-Mitgliedern, die sich über den „Rechtsruck“ in der Partei empörten, gründeten sie Alfa. Luckes neue Partei hat inzwischen rund 2.500 Mitglieder. Sie bemüht sich zurzeit, genügend Unterschriften für die Teilnahme an den Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt zu sammeln.


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