AfD-Spaltung
Lucke und seine Anhänger sollen Parlamentssitze aufgeben

Die neue AfD-Chefin Frauke Petry geizt nicht mit deutlichen Worten: Sie fordert, dass alle Lucke-Anhänger auf ihre Mandate verzichten. Nach Petrys Meinung versuchen sie, die Partei zu schädigen.
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BerlinNach dem endgültigen Bruch mit Parteigründer Bernd Lucke hat die neue Chefin der Alternative für Deutschland (AfD), Frauke Petry, einen Mandatsverzicht aller Lucke-Anhänger gefordert. „Ich gehe nicht davon aus, dass Bernd Lucke und diejenigen, die ihm folgen, die Größe besitzen, ihre mit der AfD errungenen Mandate zurückzugeben“, sagt Petry der „Bildzeitung“ (Freitagsausgabe) mit Blick auf Luckes Entscheidung, aus der Partei auszutreten. Sie erwarte aber, „dass sie mit ihren Versuchen aufhören, die AfD nach dem Prinzip 'Verbrannte Erde' weiter zu beschädigen“.

Bislang wollen dem Bericht zufolge fünf AfD-EU-Abgeordnete, darunter neben Lucke auch Ex-BDI-Chef Hans-Olaf Henkel, sowie jeweils vier Bürgerschaftsmitglieder in Bremen und Hamburg die AfD verlassen. Insgesamt erklärten seit dem Wochenende bereits mehr als tausend Mitglieder ihren Austritt aus der AfD.

Auf dem AfD-Parteitag am Wochenende hatte sich Luckes Rivalin Petry in einer Kampfabstimmung um den Parteivorsitz durchgesetzt, die für einen nationalkonservativen Kurs steht. Luckes Anhänger sind mehrheitlich für die Gründung einer neuen Partei.

Wie am Donnerstag mitgeteilt wurde, sprachen sich in einer Mitgliederbefragung in dem von Lucke innerhalb der AfD gegründeten Verein Weckruf 2015 drei Vierteil für eine Neugründung aus. Nur knapp fünf Prozent der Weckruf-Mitglieder gaben an, in der AfD bleiben zu wollen. Mehr als zwölf Prozent sind noch unentschlossen.

Auch AfD-Vize Alexander Gauland forderte alle ehemaligen AfD-Mitglieder, die im Europa- oder in einem Landesparlament sitzen, zum Mandatsverzicht auf. „Das verlangen die Regeln des politischen Anstandes“, sagte Gauland den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagsausgabe).

„Selbstverständlich“ gelte dies auch für Lucke und Henkel. Gauland sagte, Luckes Austritt sei konsequent, wenn auch bedauerlich. „Lucke war der Gründer der AfD, doch in den vergangen Monaten hat er alles falsch gemacht. Er tut mir leid“, sagte Gauland den Funke-Blättern.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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  • Frau Dr. Petry und AfD-Vize Herr Meuthen gab heute mittag in NTV und Phönix eine überzeugende Pressekonferenz ... kurioser Weise kam es bei Phönix in gewissen Passagen immer wieder zu Unterbrechungen in der Übertragung ... welch ein Zufall!?

  • Frau Petry hat bisher alles richtig gemacht. Sie ist konsequent und zeigt klare Kante.

    Man kann allerdings nicht davon ausgehen, dass Herr Lucke und seine Anhänger den Anstand besitzten,sofern sie über Abgeordentenmandate verfügen, diese zurückgeben.

    Über "Anstand" haben diese Leute viel geredet, ihn selber zu haben, ist eine andere Sache.

  • Machen Sie sich mal um die AfD keine Sorgen. Wer durch ein derart, abartiges, mediales Stahlbad geht, wird am Ende gestärkt hervorgehen. Dafür sorgen schon die ausufernden nationale und internationale Probleme, die den etablierten Parteien merklich entgleiten. Was Frau Merkel angeht .... wenn's dann nur die CDU wäre! - Deutschland ist gefährdet!

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