AfD und FPÖ auf der Zugspitze
Rechter Schulterschluss vor symbolträchtiger Kulisse

Gefunkt hat es schon länger zwischen den Rechtspopulisten der AfD und der FPÖ. Jetzt wollen sich beide noch näher kommen. Für ihr Date haben die Spitzen der beiden Parteien den höchsten Gipfel Deutschlands gewählt.

BerlinMit dem Chef der österreichischen FPÖ, Heinz-Christian Strache, hatte die AfD-Bundesvorsitzende Frauke Petry sich bereits im Februar getroffen und eine stärkere Kooperation vereinbart. Jetzt wollen die beiden die nächsten Schritte gehen - bei einem Gespräch vor PR-trächtiger Kulisse.

Petry und Strache haben sich für ihr Treffen am Freitagvormittag den höchsten Berggipfel Deutschlands ausgesucht: die Zugspitze – 2962 Meter hoch. Die Location ist mit Bedacht gewählt und soll vor allem eines zeigen: Beide, AfD und FPÖ, wollen hoch hinaus. Dafür üben sie demonstrativ den Schulterschluss vor dem symbolträchtigen Alpenpanorama.

Beide Parteien wollten die „EU-kritische“ Bewegung in Europa vorantreiben und deren Kräfte im EU-Parlament und in Brüssel bündeln, sagte Petry. „Wir wollen gemeinsam zu neuen politischen Höhen voranschreiten.“ Strache wiederum will Petry, wie er sagte, helfen, dass „auch in Deutschland eine Freiheitspartei an Stärke zulegt“. Geplant ist die Einrichtung gemeinsamer Arbeitsgruppen, die erste davon zum Thema Euro und Währung. Außerdem soll es dem Vernehmen nach „marketing- und werbetechnische Kooperationen“ geben.

Während der FPÖ-Chef von der österreichischen Seite auf den Gipfel fuhr, kam Petry von der deutschen Seite. Das Treffen habe sich ergeben, weil sich die beiden Politiker „gleichzeitig in der romantischen Alpenregion aufhalten“, teilte die AfD mit. Für geladene Journalisten gebe es anschließend „bei einem kleinen Spaziergang zwischen Aussichtsterrasse und Gipfelkreuz" kurze Statements und Gelegenheit für Pressefotos "in einer ganz besonderen Umgebung“.

Mehr erlaubte die bayerische Zugspitzbahn auch nicht. „Bei uns steht das Bergerlebnis im Vordergrund, das lässt sich nicht mit politischen oder religiösen Veranstaltungen vereinbaren“, sagte eine Sprecherin der Bahn dem Münchner "Merkur". Konkret heißt das: Räumlichkeiten stehen für Petry und Strache nicht zur Verfügung. Hinzu kommen Einschränkungen wegen des Neubaus der Eibsee-Seilbahn: Da gebe es keine Möglichkeit für eine Pressekonferenz, räumt denn auch ein AfD-Mann vor Ort en.

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