Deutschland

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Affäre um Doktortitel: Merkel und Schavan kündigen Statement an

Die Entscheidung über die politische Zukunft von Annette Schavan ist offenbar gefallen. Zusammen mit Kanzlerin Merkel wird sie am Nachmittag eine Erklärung abgeben. In Koalitionskreisen wird bereits gemunkelt.

Annette Schavan mit Kanzlerin Angela Merkel: Ist nach dem Doktortitel auch das Amt weg? Quelle: Reuters
Annette Schavan mit Kanzlerin Angela Merkel: Ist nach dem Doktortitel auch das Amt weg? Quelle: Reuters

BerlinÜber das politische Schicksal der in eine Plagiatsaffäre verstrickten Bildungsministerin Annette Schavan ist offenbar eine Entscheidung gefallen. Die Bundesregierung kündigte an, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel und Schavan um 14.00 Uhr gemeinsam vor die Presse treten. Merkel hatte sich nach der Aberkennung von Schavans Doktortitel durch die Universität Düsseldorf nicht klar zur politischen Zukunft der Ministerin geäußert, mit der sie ein besonders enges Vertrauensverhältnis verbindet. Nach Abschluss des EU-Gipfels in Brüssel hatte sie am Freitag lediglich ein Gespräch mit Schavan angekündigt.

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Nach Angaben aus Koalitionskreisen wird die Bildungsministerin zurücktreten. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Schavan würden dies am Samstag in Berlin bekanntgeben, hieß es in mehreren Stellen der schwarz-gelben Koalition.
Die Ministerin, die alle Plagiatsvorwürfe bestreitet und Klage gegen den Universitätsbeschluss angekündigt hat, war am Freitagabend von einer Dienstreise aus Südafrika zurückgekehrt. Nach ihrer Ankunft in Berlin hatte sie sich im Fonds ihres Dienstwagens eine Jacke über den Kopf gehalten, um sich vor dem Blitzlichtgewitter der Fotografen zu schützen.

Umfrage Bürger fordern Schavans Rücktritt

Heute kommt Annette Schavan zurück nach Berlin. Dort berät sie sich mit Kanzlerin Merkel.

Umfrage: Zwei Drittel der Bürger fordern Schavans Rücktritt

Handelsblatt Online hält Sie über die weiteren Ereignisse auf dem Laufenden.

  • 09.02.2013, 14:07 UhrHermosa

    Was für eine Gesellschaft!

    In welcher Gesellschaft leben wir, dass man eine vor über 30 Jahren verfasste Dissertation von einem Menschen zu einer Untersuchung heranzieht, der im "gesamten Package" über viele Jahre eine gute & souveräne Leistung abgeliefert hat.


    Unser Gesellschaft heute ist von Neid & Mißgunst geprägt !

    Auch sollte man einen Doktortitel nicht überbewerten. Dieser gilt ausschließlich als Nachweis der "Befähigung zu vertiefter wissenschaftlicher Arbeit".
    Es ist in den meisten Staaten der höchste zu erreichende akademische Grad. Jedoch sagt dieser nichts über die Qualität des Menschen und dessen Leistung aus!

    Deshalb sollte der Doktor-Titel als Namenszusatz nicht mehr verwendet werden. Es ist nicht mehr zeitgemäß!

    Dies würde die "scheinbare Wichtigkeit" dieses Titels entspannen.

  • 09.02.2013, 14:03 UhrDenkichanDeutschlandinderNacht..

    Was das drittklassige Personal angeht: Das beste Auffangbecken für dieses (idealerweise ohne Moral, Skrupel, Wertvorstellungen, etc.) ist doch die EU. Mal schauen, wann nach Guttenberg dort auch Frau Schavan in "beratender Funkttion" erscheinen wird. Wenn Merkel dann -nachdem Deutschland dank ihr selbst endgültig keine Hoheit mehr über Budget usw. hat- dort die EU-Juntaleitung übernimmt hat sie dann schon ein paar alte Getreue vor Ort. Praktisch!

  • 09.02.2013, 14:02 UhrSayTheTruth

    ÜBERFÄLLIG ! 17 Jahre auf dem Bildungs-Schlauch gesessen auf dem Klebesessel.

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