Affäre um Doktortitel: Merkel und Schavan kündigen Statement an

Affäre um Doktortitel
Merkel und Schavan kündigen Statement an

Die Entscheidung über die politische Zukunft von Annette Schavan ist offenbar gefallen. Zusammen mit Kanzlerin Merkel wird sie am Nachmittag eine Erklärung abgeben. In Koalitionskreisen wird bereits gemunkelt.
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BerlinÜber das politische Schicksal der in eine Plagiatsaffäre verstrickten Bildungsministerin Annette Schavan ist offenbar eine Entscheidung gefallen. Die Bundesregierung kündigte an, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel und Schavan um 14.00 Uhr gemeinsam vor die Presse treten. Merkel hatte sich nach der Aberkennung von Schavans Doktortitel durch die Universität Düsseldorf nicht klar zur politischen Zukunft der Ministerin geäußert, mit der sie ein besonders enges Vertrauensverhältnis verbindet. Nach Abschluss des EU-Gipfels in Brüssel hatte sie am Freitag lediglich ein Gespräch mit Schavan angekündigt.

Nach Angaben aus Koalitionskreisen wird die Bildungsministerin zurücktreten. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Schavan würden dies am Samstag in Berlin bekanntgeben, hieß es in mehreren Stellen der schwarz-gelben Koalition.
Die Ministerin, die alle Plagiatsvorwürfe bestreitet und Klage gegen den Universitätsbeschluss angekündigt hat, war am Freitagabend von einer Dienstreise aus Südafrika zurückgekehrt. Nach ihrer Ankunft in Berlin hatte sie sich im Fonds ihres Dienstwagens eine Jacke über den Kopf gehalten, um sich vor dem Blitzlichtgewitter der Fotografen zu schützen.

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Kommentare zu "Merkel und Schavan kündigen Statement an"

Alle Kommentare
  • Was für eine Gesellschaft!

    In welcher Gesellschaft leben wir, dass man eine vor über 30 Jahren verfasste Dissertation von einem Menschen zu einer Untersuchung heranzieht, der im "gesamten Package" über viele Jahre eine gute & souveräne Leistung abgeliefert hat.


    Unser Gesellschaft heute ist von Neid & Mißgunst geprägt !

    Auch sollte man einen Doktortitel nicht überbewerten. Dieser gilt ausschließlich als Nachweis der "Befähigung zu vertiefter wissenschaftlicher Arbeit".
    Es ist in den meisten Staaten der höchste zu erreichende akademische Grad. Jedoch sagt dieser nichts über die Qualität des Menschen und dessen Leistung aus!

    Deshalb sollte der Doktor-Titel als Namenszusatz nicht mehr verwendet werden. Es ist nicht mehr zeitgemäß!

    Dies würde die "scheinbare Wichtigkeit" dieses Titels entspannen.

  • Was das drittklassige Personal angeht: Das beste Auffangbecken für dieses (idealerweise ohne Moral, Skrupel, Wertvorstellungen, etc.) ist doch die EU. Mal schauen, wann nach Guttenberg dort auch Frau Schavan in "beratender Funkttion" erscheinen wird. Wenn Merkel dann -nachdem Deutschland dank ihr selbst endgültig keine Hoheit mehr über Budget usw. hat- dort die EU-Juntaleitung übernimmt hat sie dann schon ein paar alte Getreue vor Ort. Praktisch!

  • ÜBERFÄLLIG ! 17 Jahre auf dem Bildungs-Schlauch gesessen auf dem Klebesessel.

  • Jede Revolution hat ihren Preis.

    Diesmal der unausweichlicher Rücktritt von Frau Schavan, falls die "Demokratur" noch läbet darf! Die Reihen lichten sich immer mehr und drittklassiges Personal kommt zum Zuge. Eine Frage an Signore Trappatoni, wann hat Frau Merkel Flasche leer?

    Die Genossen genießen den Fall Schavans in vollen Zügen. Die Ausnahme: Peer Steinbrück; denn es wird wohl kommen, daß er nur Vizekanzler werden kann, weil er sonst auch nichts im Schilde führt. Wäre auf Grund dessen die Sozialdemokratie die Weichen für eine vorzeitige Ablösung dieser Revolutionärin, was wäre gewonnen?

  • Jeder ist ersetzbar, auch eine Frau Schavan. Frau Schavan steht kein Deut besser da als ein Guttenberg, dessen Rücktritt vom Amt sie als angemessen ansah.
    Es wird also zu einem Rücktritt kommen, alles andere wäre eine Riesenüberraschung und nicht nachvollziebar.

  • Alles andere als ein Rücktritt dieser Etikettenschwindlerin wäre unangebracht. Man sollte sämtliche Bezüge der letzten 30 Jahre von dieser Fälscherin zurück verlangen. Was erlauben Schavan und Merkel?

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