Afghanistan-Reise für kommende Woche wird abgesagt
Struck muss noch eine Weile in Klinik bleiben

Verteidigungsminister Peter Struck (SPD) befindet sich zwar auf dem Weg der Besserung, muss aber noch ein paar Tage in der Klinik bleiben. Das teilte ein Sprecher des Ministeriums am Freitag in Berlin mit.

HB BERLIN. „Minister Struck befindet sich auf dem Weg der Besserung. Er wird noch einige wenige Tage in der Klinik bleiben“, sagte der Sprecher des Ministeriums, Norbert Bicher, am Freitag in Berlin. Einzelheiten zu Strucks Gesundheitszustand teilte er nicht mit. Eine für kommende Woche geplante Afghanistan-Reise werde wohl abgesagt werden. Der 61-Jährige war am Donnerstagmorgen wegen eines Schwächeanfalls in ein Berliner Krankenhaus gebracht worden, wo er sich seither zu Untersuchungen und zur Beobachtung aufhält.

Struck hatte schon in der Vergangenheit mehrfach Herz- und Kreislauf-Probleme. Im Jahr 2000 wurde er wegen einer Verengung der Halsschlagader operiert. Medienberichten zufolge erlitt er im Jahr 1989 zwei Herzinfarkte. Er war Mitte der Woche von einer mehrtägigen Reise in den Nahen Osten und nach Afrika zurück gekehrt, wo er deutsche Truppen besucht hatte.

Ob Strucks Erkrankung Auswirkungen auf die anstehenden Chefgespräche mit Finanzminister Hans Eichel (SPD) über den Wehretat haben wird, blieb weiter offen. Angaben, wonach ein Gespräch der beiden Minister für Freitag geplant war, wurden in der Bundesregierung nicht bestätigt. Eichel verlangt von Struck einen Sparbeitrag zur Konsolidierung seines Haushalts, wogegen sich Struck, wie die anderen betroffenen Minister, wehrt. Ein erstes Gespräch zwischen Eichel und Struck hatte keine Einigung erbracht.

Struck ist seit Juli 2002 Verteidigungsminister. Er war vom Vorsitz der SPD-Bundestagsfraktion in die Regierung gewechselt, nachdem der damalige Ressortchef Rudolf Scharping (SPD) wegen umstrittener Badefotos und fragwürdiger Beziehungen zu einem PR-Unternehmer von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) entlassen worden war. Struck wird im Zusammenhang mit einer möglichen Kabinettsumbildung immer wieder auch als Nachfolger von Eichel gehandelt.

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