
KABUL. Zu seiner Amtseinführung trafen am Donnerstag mehr als 100 ausländische Gäste in Kabul ein – darunter US-Außenministerin Hillary Clinton und Bundesaußenminister Guido Westerwelle, aber auch der pakistanische Präsident und der russische Außenminister. Die große internationale Präsenz soll ein Signal der Solidarität mit Afghanistan sein. Sowohl Clinton als auch Westerwelle forderten aber als Gegenleistung entschiedene Reformen ein. „Karsai steht in seiner zweiten Amtszeit vor großen Aufgaben und großen Herausforderungen“, betonte der Außenminister. Besonders wichtig seien Transparenz und der Kampf gegen Korruption.
Westerwelle wiederholte, dass es in den kommenden vier Jahren die Perspektive für einen Abzug der internationalen Truppen geben müsse. Dafür sei ein „selbsttragende Sicherheit“ nötig. „Wir wollen in Afghanistan nicht bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag bleiben, auf ewig und drei Tage“, warnte der Außenminister nach seinem Eintreffen in Kabul. Die Bundesregierung hatte dem Bundestag gerade vorgeschlagen, das Mandat für einen Einsatz der Bundeswehr um ein Jahr zu verlängern. Eine mögliche Aufstockung der Zahl deutscher Soldaten soll erst im Zusammenhang mit der geplanten internationalen Afghanistan-Konferenz am 18. Januar in London entschieden werden.
US-Außenministerin Clinton ermahnte Karsai vor dessen zweiter Amtseinführung als Präsident ebenfalls zu größeren Anstrengungen für seine Bevölkerung. Die Menschen in Afghanistan müssten Ergebnisse „sehen und fühlen“, sagte sie am Donnerstagmorgen bei dem Empfang.
Karsai sprach sich unterdessen für eine Loja Dschirga zur Versöhnung mit den Aufständischen im Land aus. Die Große Ratsversammlung solle dazu dienen, den Frieden in Afghanistan nach 30 Jahren Krieg wieder herzustellen, sagte Karsai bei seiner Vereidigung. Die Loja Dschirga ist laut Verfassung „die höchste Manifestation des Willens des afghanischen Volkes“. Karsai kündigte außerdem einen verstärkten Kampf gegen die Korruption an.
u.a. zu:
"besonders wichtig seien Transparenz und der Kampf gegen Korruption."
Klingt sehr arrogant und nach Einmischung in innere Angelegenheiten eines anderen Landes. Zudem ist Karsai ja nur eine Puppe auf der bühne und der Strippenzieher ist bekanntlich der "besatzeranführer". Hier wieder offensichtlich erkennbar: eigene Verfehlungen und Greueltaten mit "Appellen" übertünchen.
Macht eure eigenen Hausaufgaben.
"Wer bei anderen Fehler sucht, soll bei sich selbst anfangen".
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