Afrika-Einsatz
Bundeswehr kehrt bis Weihnachten aus Kongo zurück

Der Kongo-Einsatz der Bundeswehr wird nach Angaben von Verteidigungsminister Franz Josef Jung noch vor Weihnachten abgeschlossen sein. Es sei nicht Aufgabe der Bundeswehr, den Kongo insgesamt zu stabilisieren, sondern demokratische Wahlen abzusichern.

HB HAMBURG. „Die Kongo-Mission dauert vier Monate. Das kann ich eindeutig versprechen“, sagte der CDU-Politiker der „Bild am Sonntag“. „Zu Weihnachten ist die Truppe wieder daheim“, wurde Jung zitiert, der am Sonntagnachmittag in den Kongo fliegt.

Auf die Frage nach weiteren Afrika-Einsätzen der Bundeswehr antwortete Jung: „Ich kann nicht ausschließen, dass wir für den Südsudan auch angefragt werden. Die UNO hat die NATO um Unterstützung gebeten. Darüber wird diskutiert.“ Er plädiere jedoch für Friedenstruppen der Afrikanischen Union. Der Friedensprozess im Sudan solle ein „afrikanisches Gesicht“ haben.

Jung deutete zugleich an, dass das Bundeswehr-Engagement auf dem Balkan langsam verringert werden könnte. In Bosnien gebe es im Oktober Wahlen. Wenn sich dort und im Kosovo die Lage positiv entwickele, „müssen wir danach über eine Strategie des stufenweisen Abzugs unserer Soldaten nachdenken“. Er wolle aber keine falschen Signale senden.

Angesichts der zahlreichen Auslandseinsätze der Bundeswehr geht Jung nach eigener Aussage davon aus, dass sein Ressort in der Haushaltsplanung bis 2009 eine Milliarde Euro mehr im Etat haben wird. Der Verteidigungshaushalt für 2006 umfasst 23,88 Mrd. Euro.

Der Minister will im Kongo zusammen mit Soldaten auch das WM-Halbfinalspiel zwischen Deutschland und Italien verfolgen. Bislang sind rund 100 deutsche Soldaten vor Ort. Die volle Einsatzstärke von 780 soll bis zur Wahl am 30. Juli erreicht sein.

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