Aktion
Kartellämter schmieden Bündnis gegen teures Gas

Das Bundeskartellamt und die Landeskartellämter machen mobil gegen die hohen Gaspreise. Künftig wollen sie gemeinsame Methoden bei der Überprüfung der Gaspreise anwenden, um Überteuerungen schneller erkennen und verbieten zu können.

HB DÜSSELDORF „Wir haben einheitliche Standards und Fragebögen und eine zeitgleiche Befragung der Gasunternehmen vereinbart“, sagte eine Sprecherin des Bundeskartellamtes in Bonn. Das gemeinsame Vorgehen erleichtere es, mißbräuchlich angesetzte Preise frühzeitig zu erkennen.

Eine generelle Preisaufsicht gibt es in Deutschland nicht. Die Wettbewerbsbehörden üben aber eine Mißbrauchskontrolle aus. Dabei suchen sie sich Unternehmen heraus, deren Preise deutlich über denen von vergleichbaren Unternehmen liegen. Diese so genannte Vergleichsmarktkontrolle werde durch die neuen Standards erheblich erleichtert, sagte die Kartellamtssprecherin.

„Im Kampf gegen überhöhte Gaspreise ist Einigkeit angesagt“, erklärte Hessens Wirtschaftsminister Alois Riehl (CDU). Es sei gut, wenn die Länder und das Bundeskartellamt geschlossen der Energielobby entgegenträten.

Von den rund 700 Gas-Versorgern in Deutschland werden nur die rund 30, deren Versorgungsgebiet sich über mehr als ein Bundesland erstreckt, vom Bundeskartellamt überwacht. Die übrigen werden von den jeweiligen Landeskartellämtern überprüft. Die Energieversorger stehen seit Monaten wegen steigender Strom- und Gaspreise in der öffentlichen Kritik. Mit der Schaffung der Bundesnetzagentur werden künftig die Netzkosten, die rund ein Drittel am Preis für Strom oder Gas ausmachen, kontrolliert.

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