"Aktion Otter"
Kohl-Akten enthalten viele Details - wenig Neues

Über die Skandale der Bundesrepublik sagen die Akten nur wenig - dafür sind auf tausend Seiten akribisch Fakten über Kohl zusammen getragen - hauptsächlich solche, die Bezug zur DDR haben.

HB DÜSSELDORF. Mit allergrößter Aufmerksamkeit und großem Personalaufwand überwachte das Ministerium für Staatssicherheit einen Besuch von Alt-Kanzler Helmut Kohl vom 23. Oktober bis 25. Oktober 1987 in Erfurt, Gera und Dresden.

Wie aus den am Donnerstag veröffentlichten Stasi-Akten über Kohl hervorgeht, waren an der Aktion „Otter“ 31 Personen beteiligt. Als „Bewaffnung“ für diese offenbar prekäre Aufgabe wurden unter anderem 30 Schlagstöcke, 10 Stopp-Sprays, 10 Handfesseln, mehrere Tarn- und Sprechtafeln sowie 31 Schlafsäcke ausgegeben. Über Erfolg oder Misserfolg wurde nichts berichtet.

Die Stasi hat jahrzehntelang Material über Alt- Kanzler Helmut Kohl (CDU) gesammelt und mehrere tausend Blätter archiviert. Das geht aus den Akten über Kohl (74) hervor, die von der Behörde für die Stasi-Unterlagen am Donnerstag nach jahrelangem Rechtsstreit herausgegeben wurden.

Behördenchefin Marianne Birthler sagte in Berlin, die Akten gäben vor allem Aufschluss über die Arbeitsweise des Ministeriums für Staatssicherheit. Sensationen über Kohl sind in dem der Nachrichtenagentur dpa vorliegenden Archivmaterial nicht erkennbar. Informationen über die CDU-Spendenaffäre gibt es nicht. Hinweise mit persönlichen Bezügen sind geschwärzt.

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