Aktionen in 20 Spitälern
Pausenprotest der Uni-Klinik-Ärzte

An zahlreichen deutschen Universitätskliniken haben Ärzte am Freitagmorgen mit Protestaktionen begonnen, um für bessere Arbeitsbedingungen und eine höhere Bezahlung zu demonstrieren. Weil ihnen Streiks derzeit nicht möglich sind, nutzen die Mediziner ihre Frühstücks- und Mittagspausen.

HB BERLIN. Der Klinikärzteverband Marburger Bund hatte zu den Protesten aufgerufen. Da die Mediziner wegen der laufenden Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) der Friedenspflicht unterliegen, finden die Aktionen vor allem in den Pausen statt. Seit Anfang der Woche befinden sich bereits die Ärzte der Berliner Charite im Streik. In Europas größtem Universitätsklinikum wird seitdem nur eine Notfallversorgung aufrechterhalten.

Protestaktionen finden an rund 20 Universitätskliniken statt, darunter Köln, Bonn, Essen, Mainz, Ulm, Heidelberg, Erlangen, München, Regensburg, Rostock und Leipzig. In Hessen, das wie Berlin aus dem Länder-Tarifverbund ausgestiegen ist, wollen Ärzte an der Marburger Uniklinik ihre Forderungen kundtun.

Die Ärzte verlangen einen Tarifvertrag mit kürzeren Arbeitszeiten und eine deutlich höhere Bezahlung. Der Marburger Bund hat den Ländern ähnlich umfassende Streiks wie in der Charite angedroht, wenn es zu keiner Einigung kommen sollte.Auch auf die Krankenhäuser in Städten und Kreisen, die durch den Verband kommunaler Arbeitgeber vertreten werden, übt der Verband Druck aus. Für den 13. Dezember sind erste Streikaktionen an mehreren kommunalen Hospitälern geplant.

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