Aktuelle Bevölkerungsstudie zeigt: Die Menschen zieht es vor allem dorthin, wo es Arbeit gibt
Deutschlands Süden trotzt Überalterung

Von allen Bundesländern ist Baden-Württemberg am besten und Bremen am schlechtesten für den demographischen Wandel in Deutschland gerüstet. Das geht aus einer Studie hervor, die das Berlin-Institut für Weltbevölkerung und globale Entwicklung (BBR) am Donnerstag in der Hauptstadt vorgestellt hat.

pt BERLIN. Deutschland sei insgesamt für den demographischen Wandel schlecht gerüstet. „Wir drohen in die zweite Liga abzustürzen, wenn die nächsten zehn Jahre nicht genutzt werden, um gegenzusteuern,“ warnte Hans Fleisch, Vorstandsmitglied des Instituts. Die Verödung und „Renaturierung“ ganzer Landstriche nicht nur in Ostdeutschland sei schon jetzt nicht mehr vermeidbar. Hier könne nur noch gestaltet werden, zog der Autor der Studie, Reiner Klingholz, eine düstere Bilanz der Versäumnisse in der Vergangenheit.

Bis zum Jahr 2020 – weiter reichende Prognosen sind nach Ansicht der Autoren seriös nicht möglich – wird die deutsche Bevölkerung zwar nur um 660 000 sinken. Doch die verstärkt in zehn Jahren einsetzende Überalterung wird zu einem dramatischen Strukturwandel führen, in dem sich die Regionen am besten behaupten können, die schon heute über die größte Wirtschaftskraft verfügen. Sie nämlich wird, so das zentrale Ergebnis der von der Robert Bosch Stiftung geförderten Untersuchung, maßgeblich darüber entscheiden, in welchen Orten sich die Jungen, Hochqualifizierten und Leistungsfähigen ansiedeln werden.

Die besten Karten hat hier Deutschlands Süden. Von den 20 zukunftsfähigsten der 440 deutschen Landkreise und kreisfreien Städten, die das Berliner Institut untersuchte, liegen 13 in Bayern und sechs in Baden-Württemberg.

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