AKW-Laufzeiten sollen verlängert werden
Union will Förderung von Ökostrom vorerst nicht beschränken

Bis 2007 sollte es keine Einschnitte bei der Förderung von Ökostrom geben, meint der CDU-Umweltexperte Paziorek. Atomkraftwerke sollten allerdings acht Jahre länger am Netz bleiben.

HB BERLIN. Die Union lehnt Änderungen am Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) vorerst ab – den Atomkonsens will sie aber neu verhandeln. «Alles, was zu einem Bruch beim Ausbau der erneuerbaren Energien führt, sollten wir lassen», sagte Peter Paziorek, umweltpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion von CDU und CSU, der «Hannoverschen Allgemeinen Zeitung» (HAZ).

Er unterstütze das Ziel der rot-grünen Bundesregierung, den Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch bis 2010 von rund neun Prozent im vergangenen Jahr auf 12,5 Prozent zu steigern, sagte der CDU-Politiker dem Blatt weiter.

Änderungen am EEG, wie sie jüngst wieder vom Verband der Elektrizitätswirtschaft (VDEW) gefordert wurden, lehnt Paziorek bis 2007 ab. Das EEG sieht eine Plicht der Stromnetzbetreiber zur Abnahme von Ökostrom und feste Vergütungssätze je Kilowattstunde vor.

Hingegen sprach sich Paziorek für längere Laufzeiten der deutschen Atomkraftwerke (AKW) aus. Statt der von der Bundesregierung beschlossenen durchschnittlichen Laufzeit von 32 Jahren brachte er Laufzeiten von bis zu 40 Jahren ins Spiel. Den Neubau von Atomkraftwerken lehnte Paziorek indes ab.

Die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie (IG BCE) forderte dagegen einen Kurswechsel in der Energiepolitik. Deutschland müsse «auch in Zukunft wieder auf die Kernkraft setzen», sagte Uwe Bruchmöller, IG BCE-Bezirksleiter in Leipzig. Den von der rot-grünen Bundesregierung im Konsens mit den AKW-Betreibern beschlossenen Ausstieg aus der Atomenergie bis 2020 bezeichnete er als nicht realisierbar.

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