Alexander Gauland: AfD-Vize hält Parteichef Lucke „Schwachsinn“ vor

Alexander Gauland
AfD-Vize hält Parteichef Lucke „Schwachsinn“ vor

Die Arbeit der AfD-Spitze sei stümperhaft gewesen, sagt Parteichef Lucke und erntet dafür Kritik. Sein Vize Gauland wirft ihm unkollegiales Verhalten vor. Die Hamburger AfD mahnt, nicht alles auf die Goldwaage zu legen.
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Heidelberg/BerlinDer Chef der Partei Alternative für Deutschland (AfD), Bernd Lucke, ist für Teile seiner Rede beim Bundesparteitag in Bremen heftig aus den eigenen Reihen kritisiert worden. Der stellvertretende AfD-Sprecher Alexander Gauland bezeichnete in der Rhein-Neckar-Zeitung vom Montag Luckes Aussage, die Arbeit der bisherigen Parteispitze sei stümperhaft gewesen, als Schwachsinn. Diese Einschätzung sei „völlig falsch, unsinnig und unkollegial“, kritisierte Gauland.

Der Vize-Sprecher der Partei bezeichnete Luckes Rede als „nicht sehr zielführend und für die Einheit der Partei nicht klug und nicht glücklich“. Er selbst habe den Satzungskompromiss mitgetragen, obwohl er die Argumente von Lucke nicht für tragfähig halte, sagte Gauland.

Die bisherige Co-Vorsitzende Frauke Petry sagte der Zeitung, Lucke müsse integrativ wirken, an dieser Stelle müsse er noch nacharbeiten. Die stellvertretende Parteivorsitzende Patricia Casale sagte zu Luckes Äußerungen, diese seien „sicher nicht persönlich gemeint“ gewesen, aber sie lasse sich nicht als Stümper bezeichnen.

Lucke selbst sagte der Rhein-Neckar-Zeitung zu seiner Äußerung, diese sei vielleicht etwas missverständlich gewesen. „Ich habe nicht die Vorstandsmitglieder, sondern die Bedingungen, unter denen wir gearbeitet haben, als stümperhaft bezeichnet.“

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Hamburger AfD-Spitzenkandidat stellt sich vor Lucke

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  • Man kann her nicht mehr auf vernünftige Weise kommentieren, da die Schrift, solange man immeditiermodus ist kaum lesbar ist, ferner bleibtnderzeit alles in einer Zeile, somdaa man den Text schlecht nacharbeiten kann. Die Menüstrukture, z.B. das Wort Login muß man mit der Lupe suchen, viertelfette Schriften zu verwenden, ist einfach schlechtes Design, auch wenn es Jonathan Yves es vorgemacht hat, doch solche Designer irren halt auch mal. Ich hoffe hier auf schnellei Einsicht und Besserung. Es wäre auch sehr angenehm und der Qualität des geschriebenen zuträglich, wenn man auch, wie,z.B. bei der Welt, nachträglich den schon publizierten Text redigieren könnte.

  • Ausschliesslich Berufstätige in einem Bundesparteivorstand können nicht professionell sein. Auch nicht bei der AfD. Sie haben alle ihren eigenen Beruf und arbeiten ehrenamtlich und ausschliesslich in der Freizeit für den Parteivorstand. Die im Aufbau befindliche AfD ist damit absolut unterlegen gegenüber den Altparteien, die hunderte Millionen jährlich - auch über ihre äusserst merkwürdigen Stiftungen - aus der Steuerkasse "entwenden". In den Zentralen der Altparteien arbeiten Berufspolitiker in Masse, die nichts, ausser "Politiker" gelernt und angewendet haben. Aus dem Kreisssal in den Hörsaal und dann in den Plenarsaal - das ist vieler Nahles-artiger PolitikerInnen Herkunft und Metier. Für's Grobe draussen beißt ihnen die - teils staatlich finanzierte! - Anti-, besser: Neofa die Wege von ewaigen Konkurrenten frei. So luxuriös hat es die AfD nicht und damit sind laut Lucke die Arbeitsbedingungen stümperhaft. Bei der AfD ist reichlich viel unerledigt geblieben, eben wegen fehlender Manpower. Und noch eines. Die bisherigen 3 gleichberechtigten Sprecher sind in den Jahren 2012 / 2013 allesamt als Freunde und Gründer zusammengekommen. Wenn das, laut Lucke, nicht richtig funktioniert, wie sollte es dann erst aussehen, wenn ein Parteitag drei einander fremde und womöglich sich bekämpfende als gleichberechtigte Sprecher gewählt haben würde? Das wäre der Exitus, den die jetzige Regelung ausschliessen soll. Es geht also keineswegs nur um Lucke.

  • Der Video-Spot trägt uns dankenswerter Weise Gedanken vor, die wir noch niemals gehört haben und die völlig wider den Mainstream unserer Medien gebürstet sind.. Dafür grossen Dank.

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