Alle warten auf Oskar
Lafontaine muss seine Sahra nur noch fragen

Traumhochzeit bei den Linken? Sahra Wagenknecht schließt eine Hochzeit mit Oskar Lafontaine nicht aus. Und nicht nur sie wartet auf den 69-Jährigen. Auch in der Partei wird der Ruf nach dem Wahlkämpfer Lafontaine lauter.
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BerlinDie stellvertretende Linke-Vorsitzende Sahra Wagenknecht (43) schließt eine Hochzeit mit Oskar Lafontaine (69) nicht aus. Der 69-Jährige sei „die große Liebe meines Lebens“, sagte Wagenknecht dem „Tagesspiegel am Sonntag“ und spielte ihrem Lebensgefährten damit dem Ball zu. Nach dem Motto: Wenn er fragt, sage ich nicht nein. Sie würde noch mal heiraten, wenn sie „Lust dazu habe“.

Wagenknecht ist aber nicht die einzige, die derzeit auf ein Vorpreschen Lafontaines wartet. Zwar hat die Linke ein achtköpfiges Spitzenteam für die Bundestagswahl nominiert. Möglicherweise kommt aber noch ein neunter, heimlicher Spitzenkandidat hinzu: Der Ruf nach einer Rückkehr Oskar Lafontaines ins Bundesparlament wird jedenfalls lauter.

Und Lafontaine? Er macht es mal wieder spannend. So wie im vergangenen Jahr im erbitterten Streit um den Vorsitz der Linken zögert er auch jetzt die Entscheidung über seine politische Zukunft hinaus. Diesmal geht es um seine Kandidatur für die Bundestagswahl. Bis zur Aufstellung der Liste der Saar-Linken am 5. Mai will er sich nicht zu seinen Ambitionen äußern. „Mehr gibt es dazu nicht zu sagen“, wiegelt er seit Wochen ab.

Inzwischen drängen Genossen aus dem Westen den 69-Jährigen aber immer mehr zu einer Kandidatur, von der sie sich Zehntausende Stimmen und mehrere Mandate zusätzlich erhoffen. Der ehemalige Saar-Ministerpräsident und jetzige Landtagsfraktionschef gilt nach wie vor als Zugpferd der von ihm vor sechs Jahren mitgegründeten Partei. „Wenn wir im Westen 4 Prozent holen, ist das mehr, als wenn die Genossen im Osten 18 Prozent holen – hochgerechnet. Das ist klar Oskar Lafontaine zu verdanken“, sagt Saar-Landeschef Rolf Linsler.

Bei Lafontaines Überlegungen spielt sein Alter sicher eine Rolle. „Oskar Lafontaine weiß natürlich auch, dass seine politische Karriere endlich ist“, erklärt Bundesvize Heinz Bierbaum. „Auf der anderen Seite ist Oskar ein Vollblutpolitiker, dessen Herz an der Linken hängt und der etwas dafür tun möchte, dass die Partei nachhaltig bestehenbleibt und politische Erfolge hat.“

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Der innerparteiliche Frieden ist labil

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  • Das hoert sich gut an, weil was Wahres dran ist.

  • Fuer ein Wirtschaftsmagazin finde ich die Nachrichten aus dem Pivatleben anderer Leute unangebracht.

  • Frau Wagenknecht sieht passabel aus - kein Nachteil, egal in welchem politischen Regime. Das ist nicht sexistisch, sondern aufrichtig gemeint. Dass Typen wie Lafo und Schröder darauf abfahren, ist auch keine Überraschung. Die beiden Jungs sind knapp davor, 10 Eheversprechen gemeinsam durchgenudelt zu haben. Woran liegts also? Am Geld? Am Charisma? An den unbändigen Hormonen? Tja, man(n) steckt nicht drin. Vielleicht ist es ja der Neid der Anderen, sich darüber den Kopf zu machen - mit Politik hat es jedenfalls nichts zu tun - just leave it to the yellow press!

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