Allensbach-Umfrage
Manager geben kaum noch etwas auf Koalition

Die deutschen Führungskräfte wenden sich verdrossen von der großen Koalition ab: Einer Umfrage zufolge hat sich das Blatt seit März zum Schlechten gedreht. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kann bei den Managern allerdings noch auf einen gewissen Rückhalt zählen.

HB BERLIN. Aus der am Mittwoch in Berlin vorgestellten Umfrage unter 507 Top-Entscheidern aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung des Allensbach-Instituts für das Wirtschaftsmagazin „Capital“ geht hervor, dass mit 67 Prozent mehr als zwei Drittel von der Arbeit der schwarz-roten Bundesregierung „enttäuscht“. Noch im März waren zwei Drittel des “Capital-Elite-Panels“ mit der großen Koalition „zufrieden“.

Für 57 Prozent der Befragten ist Angela Merkel dennoch eine „starke Bundeskanzlerin“. Auch dieser Wert ist aber gesunken. Noch im März waren 77 Prozent dieser Ansicht. Noch vor Merkel steht Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) nach Ansicht der Führungskräfte am stärksten für eine reformorientierte Politik.

Großer Optimismus herrscht bei den Konjunkturerwartungen. So meinen 83 Prozent, dass es weiter aufwärts geht, 81 Prozent der Wirtschaftsbosse sprechen von einer mindestens guten Auftragslage ihres Unternehmens. Mit der Wirtschaftspolitik der Bundesregierung sind inzwischen allerdings 69 Prozent unzufrieden, im März waren es nur 38 Prozent. Dementsprechend schreiben gerade einmal 18 Prozent der Führungskräfte der Koalition einen Verdienst am anhaltenden Aufschwung zu.

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