„Alternative für Deutschland“: Berliner Freie Wähler wechseln zur Anti-Euro-Partei

„Alternative für Deutschland“
Berliner Freie Wähler wechseln zur Anti-Euro-Partei

Große Teile des Berliner Landesverbandes der Freien Wähler wechseln zur Anti-Euro-Partei „Alternative für Deutschland". Dort seien die Positionen klarer. Zudem belasten interne Querelen den Chef der Freien Wähler.

Die Euro-Kritiker um den Hamburger Professor Bernd Lucke bekommen Zuwachs. Per Pressemitteilung gab die „Alternative für Deutschland" bekannt, dass große Teile des Berliner Landesverbandes der Freien Wähler der neu gegründeten Partei beitreten. Dazu zählt auch der bisherige Landesvorsitzende Christian Schmidt. „Diese Entscheidung ist uns allen nicht leicht gefallen. Wir haben in den vergangenen vier Jahren mit viel persönlichem Einsatz Aufbauarbeit in Berlin geleistet“, wird Schmidt zitiert.

Viele engagierte Mitglieder seien vor gut einem Jahr aus Sorge um eine „falsche Europolitik“ den Freien Wählern beigetreten. Schmidt selbst habe auf eine Zusammenarbeit von Freien Wählern und der Alternative für Deutschland gedrängt. Die Spitze der Freien Wähler, die ihren Ursprung in Bayern haben, sei darauf nicht eingegangen.

„Mir und den meisten unserer Berliner Mitglieder geht es vor allem um die Sache, und so war ein Übertritt als Konsequenz dann unvermeidlich", sagt Schmidt. Die Freien Wähler sind zwar auch eher euroskeptisch eingestellt, in ihren Positionen aber deutlich zurückhaltender als die sogenannte Alternative für Deutschland, die die Gemeinschaftswährung für gescheitert ansieht und eine Rückkehr zur D-Mark fordert.

Die Freien Wähler, die auch bei der Bundestagswahl im Herbst antreten, müssen derzeit mit nicht enden wollenden internen Querelen kämpfen. Nach dem Rückzieher des Adenauer-Enkels Stephan Werhahn ist der Parteichef Hubert Aiwanger gestern mit Rücktrittsforderungen konfrontiert worden. Der Landesvorstand der Freien Wähler im Saarland startete am Donnerstag eine Rebellion gegen den Bundesvorsitzenden und verlangte den sofortigen Rückzug Aiwangers. „"Hubert muss weg!" ist die Forderung des Landesvorstandes Saarland“, sagte der Landesvorsitzende Bernd Richter. Werhahn habe in seiner Abschieds-Mail „diktatorische Führungsverhältnisse wie in Kuba“ beanstandet.

Aiwanger erwiderte, der Saarländer sei als „notorischer Streithansl“ bekannt: „Der gilt bei seinen Mitgliedern als Querulant.“ Es gebe im Saarland bereits einen Antrag auf Abwahl Richters bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung. Nachdem er sich medienwirksam für die noch junge Partei aus Bayern hatte aufstellen lassen, will Werhahn nun zur CDU zurückkehren.

Die Alternative für Deutschland umwirbt die Freien Wähler schon seit geraumer Zeit. Parteichef Bernd Lucke bekräftigte die Aufforderung erneut. „Wir begrüßen den Übertritt als Konsolidierung der euroskeptischen Kräfte in Deutschland“, erklärt Bernd Lucke.

Kommentare zu " „Alternative für Deutschland“: Berliner Freie Wähler wechseln zur Anti-Euro-Partei"

Alle Kommentare
  • "Bundesbankprotokoll warnte bereits frühzeitig vor der Einführung des Euro - und hatte erhebliche Bedenken gegen die Einführung des Euro in Belgien und anderen Euro-Ländern. (Quelle: FAZ)"

    Jup, das haben viele getan.
    Aber es wird auch davor gewarnt sich zu hoch zu verschulden. Trotzdem tun es jeden Tag Bundesbürger um Konsumgüter zu kaufen, freiwillig und mehrheitlich.
    Es wird auch davor gewarnt zuviel Fleisch zu essen, aber trotzdem stopfen sich jeden Tag fette Leute ihre fetten Schnitzel rein - oh falsch, die sind ja "fettarm".
    Jeden Tag warnen Politiker davor nicht zur Wahl zu gehen, trotzdem geht die Hälfte nicht hin.
    Aber wenn es etwas umsonst zu holen gibt, klappt das. Freibier ist immer ein Garant.
    Aber das ist keine Alternative, sondern Verblendung. Denn es gibt nichts umsonst, egal in welchem System, mit welchem Politiker und welche Versprechungen auch gemacht werden. Bezahlt werden muß alles.
    Für Bauernfänger und von einer neoliberalen Ecke bezahlte Ideologien zahle ich allerdings nicht, zumindest nicht freiwillig. Dann kann ich ja gleich in den USA leben und mir die Zähne in einer Bahnhofshalle ziehen lassen, und als Tycoon nur 15% Steuern zahlen.
    Aber da kann man ja als Tellerwäscher ein Tellerwäscherimperium aufbauen, wenn man "Zeug" dazu hat.
    Das geht immer schief, egal welche Richtung man sich anschaut, ob rechts oder links.

  • @EUxitus
    Es wird keinen Nord€ geben. Dank LTRO werden bankrotte Banken von der EZB mit billigem Geld versorgt, damit diese wiederum ihre jeweiligen bankrotten Länder finanzieren können. Der letzte Kredit in Höhe von 10 Mrd. € an Zypern stammt genau aus dieser Quelle. Da die EZB über LTRO über 1 Billion € an bankrotte Banken in den Südländern verliehen hat und der Rückfluss dieser "Kredite" mehr als zu wünschen übrig läßt (nicht wie von Rechner angegeben Rückfluss von 80% sondern bis Ende Februar nur 21%), ist es nur eine Frage der Zeit, wann dieses Schneeballsystem auseinander bricht. Der deutsche Steuerzahler steht bis dato mit einer Haftung von 1,1 Billionen für die wahnwitzige Eurorettung ein.

  • Paranoia aguda würde ich sagen.

    "Olaf Henkel als Senior Advisor der Bank of Amerika" könnte in dieser Funktion doch herrlich die Interessen eines Nord-€ vertreten, oder?

    Allen €-Trollen ein gesegnetes Osterfest und dicke €uros pro Zeile!

    Gewählt wird im September! Höhöhöhöhö

    AfD LIKE

  • Mit Olaf Henkel als Senior Advisor der Bank of Amerika hat
    die AFD schon verloren. Zwar sind Finanzmittel für die AFD
    wichtig und Amerika wird das gern unterstützen, aber wenn
    erst einmal Jüdische Organisationen Muslimische Gruppen Grüne Linke über die AFD wegen Volksverhetzung herfallen,
    wird Olaf Henkel die Flucht ergreifen. Er ist kein Sarrazin und die Juden in Amerika haben ja das sagen. Das
    Frauka Petry daher eine Zuwanderung in die Sozialsysteme unterbinden will, zieht seit Sarrazin nicht mehr.Zumal mit 17 Millionen Migranten, davon 7 Millionen Türken mit oder ohne Pass,Doppelpass eine Verringerung der Zuwanderung zu spät ist. Auch ist laut Aiwanger seine Partei zu Sozial. Henkel lässt grüssen: Arme sollen Organe verkaufen als Lösung? Deutschland braucht eine Partei die für alle da ist und keine elitäre Partei die haben wir schon mit der FDP.

  • Es wird tagtäglich abstruser, was man der AfD ankleben will. Erst der braune Sumpf - hat nicht geklappt. Dann die Nazikeule - hat nicht geklappt. Dann die "Populisten"-Masche - hat auch nicht geklappt. Also versuchen wir es mal mit der Wall-Street-Masche? Ich lach mich weg. Im September wird gewählt, liebe E-Trolle. Höhöhöhöhö

    AfD LIKE

  • Wenn ich folgendes lese:"Die Alternative geht doch nur mit der Angst der Bundesbürger auf Stimmenfang. Das ist Populismus pur!"

    fällt mir auf, daß alle anderen Parteien und deren Sympathisanten (deutlich hier im Forum zu erkennen) nichts anderes machen.

    Es heißt doch: " Wenn zwei das Gleiche tun ist es noch lange nicht das Selbe".

    Unter diesem Gesichtspunkt fühlen sich dann die "Guten" bemüßigt, jede neu aufziehende Partei, die auch noch die Frechheit besitzt, anderer Meinung zu sein, (hier im Forum ganz deutlich zu lesen) mit Dreck zu bewerfen, sie zu diffamieren, zu diskreditieren, zu beschimpfen und, ohne daß die hier behandelte Partei überhaupt politisch tätig werden konnte, schon derren politische Arbeit in die Nazi-Ecke zu stellen.

    Ich empfehle allen Nazi-Keulen-Schwingern abzuwarten, bis das Huhn das Ei gelegt hat und erst dann über die Qualität des Eis zu urteilen.

    Aber im Vorfeld in Diskussionsforen Jauche über die politisch anders Denkenden zu schütten sagt mir, daß ich bei Typen, die zu derartig undemokratischen Mitteln greifen um ihre (vermeintliche) Meinungshoheit zu manifestieren, extrem vorsichtig bin.

    Dieses Verhalten bewirkt nur das Gegenteil von dem, was sie erreichen wollen.

    Die derzeitige Einheitspartei in Regierung und Opposition (die es doch gar nicht wirklich gibt) wird hoffentlich im September einen gewaltigen Denkzettel bekommen.

  • Bundesbankprotokoll warnte bereits frühzeitig vor der Einführung des Euro - und hatte erhebliche Bedenken gegen die Einführung des Euro in Belgien und anderen Euro-Ländern. (Quelle: FAZ)

    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/europas-schuldenkrise/warnung-vor-transferunion-bundesbank-veroeffentlicht-historisches-euro-protokoll-12132106.html

  • @Klaus.P. Von welcher Seite denn?

    Ich bin wie Sie der Meinung, dass man sachliche Meinungsäußerungen auf gar keinen Fall zensieren darf. dies gilt jedoch nicht für Verunglimpfungen, Beleidigungen, Bedrohungen etc. Diese Unsachlichkeiten kommen aber weit überwiegend von den AfD-Gegnern und nicht den AfD-Befürwortern.

  • @ Spiderfly

    Das haben Sie sehr feinsinnig ausgedrückt. Es wäre wunderbar, wenn Mister DAX zu uns stoßen würde.

    Die Hoffnung stirbt zuletzt, zunächst mal schöne Ostern!

  • @CDU-Mann
    ...denen geht es auch nur um Macht.....
    Ich pflichte Ihnen bei, wenn Sie anführen, das es nur um Macht oder Machterhalt geht. Man sollte in der jetzigen Situation keinesfalls Merkel alleine die Schuld zuweisen, sondern mit dem Finger auf CSU sowie FDP zeigen. Die neoliberalen Auswüchse der gegenwärtigen Politik stammen aller aus der Feder dieser beiden Parteien. Den Weg hat natürlich zuvor Rot/Grün geebnet.

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