
BerlinDie CDU-Politikerin und frühere DDR-Bürgerrechtlerin Vera Lengsfeld tritt als Unterstützerin der neuen Anti-Euro-Partei Alternative für Deutschland (AfD) auf. Sie habe die AfD „um der Fairness willen gegen unseriöse Anschuldigungen wegen angeblicher Rechtslastigkeit“ in dem Blog „Die Achse des Guten“ in Schutz genommen. „Das kann man als Unterstützung ansehen“, sagte die heute als Publizistin tätige Lengsfeld Handelsblatt Online. Auf der Webseite der AfD wird Lengsfeld offiziell als Unterstützerin gelistet.
Ein Austritt aus der CDU kommt für sie deshalb jedoch nicht in Betracht. „Meine kritische Haltung zur Eurorettungspolitik ist auch hinlänglich bekannt. Deshalb werde ich aber nicht die Partei wechseln“, sagte Lengsfeld. Auch an ihrer Haltung zur CDU ändere sich damit nichts. „Nur habe ich die Hoffnung, dass die CDU durch den von der AfD erzeugten Druck zur Ordnungspolitik zurück findet“, betonte die frühere CDU-Bundestagsabgeordnete.
Das offene Eintreten Lengsfelds für die AfD ist pikant, zumal die Partei auch Wähler im bürgerlichen Lager im Visier hat. Aus diesem Grund hatten die CDU-Fraktionschefs von Hessen, Sachsen und Thüringen jüngst die Parteivorsitzende und Bundeskanzlerin Angela Merkel zu einer klareren Positionierung gegen die neue Gruppierung aufgefordert. Die AfD sei eine Herausforderung für die Union, schrieben Christean Wagner, Steffen Flath und Mike Mohring. Ihrer Ansicht nach könnte ein signifikanter Verlust von Stimmen an die AfD bei der Bundestagswahl im September SPD und Grünen zur Macht verhelfen.
Bernd Lucke ist Professor für Makroökonomie an der Universität Hamburg, 2004 war er Berater der Weltbank. Lucke sieht sich als „Christdemokrat, der von seiner Partei verlassen wurde“ und so verließ er nach 33 Jahren Mitgliedschaft die CDU, in die er mit 16 eintrat. Er fordert eine geordnete Auflösung des Euro-Zwangsverbandes. Eine Option sei die Einführung von Parallelwährungen. Dafür müsste Deutschland eine Änderung der Verträge erzwingen.
Der ehemalige FAZ-Redakteur vertrat schon 2003 die Meinung, dass die fehlende Einheit von Staatsvolk und Staat die EU geradewegs zur Despotie führen müsse. Denn die bürokratische Zentrale in Brüssel ziehe mehr und mehr Kompetenzen an sich, die nicht durch Volkszustimmung legitimiert seien. 2005 bezeichnet er die europäischen Politiker als „zeitgerecht regierende Tyrannen“, die sich von dem „Glauben an den Legitimationsbedarf jeglicher Herrschaft“ losgesagt hätten.
Frauke Petry wurde am 1. Juni 1975 geboren. Sie ist Mitglied des Sächsischen Gleichstellungsbeirats und Landesbeauftragte für Sachsen des Vereins zur Unterstützung der Wahlalternative 2013. Außerdem ist sie Trägerin des Bundesverdienstordens.
Casale wurde 1973 geboren. Sie steht für ein durch die Bürger legitimiertes Europa. Das kann aus ihrer Sicht "zwangsläufig nur ein Europa der Vielfalt und der Toleranz sein, in dem die Einbindung aller demokratisch legitimierten Parteien unserer EU-Partner selbstverständlich ist". Sie ist zudem überzeugt, dass die Wahrheit nie populistisch sein könne, sondern nur die Lüge. "Demokratie lebt von der offenen Diskussion - wir eröffnen sie wieder", sagt sie.
Gauland war bis 2011 Mitglied der CDU und in den 1980er Jahren Staatssekretär in der hessischen Staatskanzlei unter Ministerpräsident Walter Wallmann. Gauland beklagt den Verlust des Konservativen in der CDU und ist ein vehementer Gegner des „Brüsseler Großstaats“. Er war schon immer ein Euro-Skeptiker. Für ihn ist Europa ein „Kontinent der Nationen“ ohne gemeinsame europäische Kultur. Die Einführung des Euro sieht er vornehmlich
dem Interesse der anderen Staaten geschuldet, ein zu starkes Erstarken Deutschlands zu verhindern.
Klaus ist freier Finanzjournalist. 2011 veröffentlichte er das Buch „Wirtschaftliche Selbstverteidigung“. Darin analysiert er die Schuldenkrise und liefert konkrete Ratschläge, wie man sich als privater Anleger vor den entstehenden Risiken schützen kann. FDP-Rebell Frank Schäffler schreibt dazu: „Das Buch legt den Finger in die Wunde der Versäumnisse von Wirtschafts- und Geldpolitik und zeigt die realen Gefahren einer Umverteilung innerhalb der Eurozone.” Klaus versteht die AfD nicht als Ein-Thema-Partei. "Aber wir müssen als kleine und junge Partei auch nicht zu jedem Thema sofort eine Meinung haben", sagt er. "Wenn wir glaubwürdig sein wollen, sollten wir uns zunächst auf ein überschaubares Spektrum rund um wirtschaftliche Themen konzentrieren."
Lengsfeld, die in Berlin-Pankow lebt, stört das offenbar wenig. Bei der letzten Bundestagswahl sorgte die ehemalige Bundestagsabgeordnete noch als Berliner CDU-Direktkandidatin für bundesweite Schlagzeilen, als sie im Wahlkampf mit einem Plakat warb, das sie und Angela Merkel tief dekolletiert zeigte mit dem Satz: „Wir haben mehr zu bieten.“
In diesem Jahr tritt Lengsfeld erstmals nicht mehr für den Bundestag an. Parteipolitik überlässt sie ihrem Sohn Philipp, der CDU-Direktkandidat in Berlin-Mitte ist. Aber um weiter politisch mitzumischen, betätigt sie sich als Autorin und nutzt dabei auch „Die Achse des Guten“ – ein Blog, das von Henryk M. Broder, Dirk Maxeiner und Michael Miersch betrieben wird.

Dieses ewige Geschwafel von "linkspopulistisch, rechtspopulistisch" ist sowas von überflüssig. Da geht mir mittlerweile "das Messer in der Tasche auf"! Viel wichtiger ist doch, Positionen nach gesundem Menschenverstand zu beziehen und dann nach Abwägung aller Alternativen die bestmöglichen Entscheidungen zu treffen. Ist das denn in unserer heutugen Gesellschaft so schwer?? Muss denn alles immer in irgendeine Schublade gedrückt werden???? Furchtbar.

@Luk, @rita
regt euch nicht auf ;-)
Eddie, Fredi, graete, Freidenker/in, Müller_Luedenscheid, netshadow, Shadhajuuhpioky usw...
ist ein und dieselbe Person, die hier zu sämtlichen Artikeln Tag und Nacht das Gleiche schreibt.

Gut,
wir sind Deppen- aber SO kann es nicht in Europa weitergehen. Leute brauchen Hoffnung, dass es aufwärts geht.
Es gibt's doch sonst keine Alternative. Am Strohalm zu klammern-na, und!?
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