Alternative für Deutschland
Hackerangriff auf die Führungsebene der AfD

Der Hacker-Angriff auf die AfD galt nicht nur dem Goldshop – die Gruppe „Anonymous Austria“ hat nach eigenen Angaben E-Mails und Dateianhänge der Parteiführung abgefangen. Lucke und Co stehen vor brisanten Enthüllungen.
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Berlin/MünchenDie AfD ist Ziel eines Hackerangriffs geworden. Ein Unbekannter habe sich Zugriff auf E-Mails verschafft und die Daten einer zweistelligen Zahl von Goldshop-Käufern vergangene Woche im Internet veröffentlicht, sagte Parteisprecher Christian Lüth am Montag auf dpa-Anfrage.

„Es saß jemand auf dem Server, der E-Mails mitlesen konnte.“ Es seien mutmaßlich nicht nur einzelne Mails gelesen worden. „Wir gehen davon aus, dass das politisch motiviert war.“ Die rechtskonservative Partei will mit dem Verkauf von Goldbarren und -münzen ihre Parteifinanzen sanieren und hofft, zwei Millionen Euro zu erlösen. „Der Server wird derzeit von Sicherheitsbeamten überprüft“, sagte der Sprecher.

Aktivisten der österreichischen Hackergruppe „Anonymous Austria“ haben sich zu dem Angriff bekannt. Die Gruppe griff über Monate das E-Mail-System der Partei an und erbeutete sensible Nachrichten und Dateianhänge. Darunter befinden sich interne E-Mails der Parteiführung, Anträge auf Parteiausschlussverfahren und Gerüchte über das Privatleben von Parteimitgliedern, berichtet die FAZ.

Der Fehler, der von Kriminellen zur Erbeutung sensibler Serverdaten ausgenutzt werden kann, wurde im April 2014 entdeckt. Bei Angriffen mit der Heartbleed-Methode werden manipulierte Anfragen an einen Server geschickt, die prüfen sollen, ob weiterhin eine Verbindung besteht. Wegen des Programmierfehlers antwortet der Server nicht nur mit einer Bestätigung, dass die Verbindung weiter besteht, sondern leitet irrtümlich einen Teil seines Arbeitsspeichers an den Hacker weiter. In diesem zufälligen Teil des Arbeitsspeichers können sich dann sensible Passwörter oder E-Mails befinden.

Derzeit ist der Verkauf gestoppt, der Online-Goldladen soll ab 22. Oktober wieder in Betrieb gehen. Im Internet begründet die AfD die Schließung damit, dass wegen der großen Zahl von Bestellungen die ordnungsgemäße und pünktliche Abwicklung zur Herausforderung geworden sei.

Lüth sagte, die AfD habe nach dem Angriff ihren Server schnell abgeschaltet und die Polizei eingeschaltet. Seitdem seien keine Daten mehr veröffentlicht worden. Die Seiten mit den Kundendaten sind nach AfD-Angaben inzwischen auch nicht mehr online.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Alternative für Deutschland: Hackerangriff auf die Führungsebene der AfD"

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  • Natürlich kann man denen das zutrauen, das hat man doch bei Wahlveranstaltungen der AfD schon erlebt!

  • @Willi Kammschott

    "Selbstverständlich, außerdem ... "

    Der GRÜNEN JUGEND kann man so etwas schon zutrauen. Die haben's nicht so mit der Gewaltfreiheit.

  • "Portraitfotos mit Angaben von Adressen im Internet von allen die schonmal in der Nähe der Afd oder ihrer Abgeordneten/Mitglieder gesehen wurden ?"

    Selbstverständlich, außerdem werden denen dann demnächst die Hauswände beschmiert, die Scheiben eingeschlagen, die Autos demoliert... alles schon mal dagewesen...!

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