Die AfD ist knapp bei Kasse. Um ihre Finanzen aufzubessern, greift die Partei jetzt zu skurrilen Mitteln – und verkauft Goldbarren und -münzen über das Internet. Von dem Erfolg ist selbst die Partei-Spitze überrascht.

Kommentare

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  • Damit es allen hier klar wird:
    Es kommt für das Parteiengesetz nur auf den Umsatz an. Die Regelung war eher für Parteien gedacht, die z. B. mit eigenen Verlagen Umsätze machen. Nun wird diese Regelung von der AfD benutzt um Umsätze großen Stils zu erhalten. Waschmaschinen zu verkaufen bringt nichts, die hat jeder. Bei Gold liegt die Sache anders: Der Käufer erhält hier ein - allerdings mit 3 - 5 % bereits deutlich überteuertes - Produkt (Gold), das er jederzeit - also sogleich wieder - verkaufen kann/wird. In der Tat hat er dann einen ca. 10 %-igen Verlußt gemacht. Super, denn der Parteienspender erhält ansonsten steuerlich nur 50 % bis max. 1.650,- € Spende erstattet und über 1.650,- € gemäß seines Einkommensteuersatzes. Nun kann aber die Partei einen Umsatz in voller Höhe nachweisen. Dieser berechtigt Sie weitere Mittel in entsprechender (!) Höhe aus der Staatsfinanzierung zu erhalten. 2 Mio. Umsatz = 2 Mio. Staatsknete. Weiterer Vorteil der Gold-Käufer bleibt vollkommen anonym, da die Partei nicht darlegen muss, mit wem Sie handelt. Die tatsächliche "Spende" bewegt sich für den Gold An- und Verkäufer weit unterhalb (bis knapp 1/6) des steuerlich ansonsten erreichbaren. Und die Partei erhält so garantiert Millionen.
    Ist da irgendetwas faul im Staate Dänemark, … ähm Deutschland … ?

  • Leute, wacht auf! Der Goldpreis ist manipuliert (als Ablenkungsmanöver). Der reelle Wert einer Unze Gold ist seit 2000 Jahren derselbe. Mit dem Wert einer Unze Gold hat ein Römer der Kaiserzeit seinen Haushalt einen Monat finanziert. Nicht viel anders heute. Eine Toga nach Maß mit Goldstickerei, der 'business suit' eines Senators, kostete eine Unze. Ein Maßanzug heute daselbe.

    Deutschland hat sein BIP zwischen 1871 und 1900 vervierfacht (das China der Epoche, was den Neid der Engländer und den 1. Weltkrieg ausgelöst hat) mit einem Goldstandard der Mark und ohne Inflation (im Gegensatz zu China heute).

    Keine Papierwährung hat länger als eine Generation überstanden ohne einschneidende Korrektur.

    Auf was warten wir eigentlich noch?

  • @ D. H. Bauer

    In unserer Gesellschaft kann doch jeder die Währung halten die er will.

  • "Auf was warten wir eigentlich noch?"

    Auf einen besseren Trollversuch? ;)

  • Die Altparteien versuchen ja alles, also auch per Parteienfinanzierungs-Gesetz, um an der Macht zu bleiben. Zum Glück hat das Bundesverfassungsgericht deren jüngsten Vorstoss gekippt, demzufolge im Ergebnis jede politische Konkurrenz finanziell ausgetrocknet und den Altparteien der Zugriff auf Staatsmittel nahezu exklusiv sichern sollte. Schöne "Demokraten" sind diese Damen und Herren von Union und SPD die sich ihrerseits aber millionenweise aus verdeckten Quellen finanzieren und schmieren lassen. Die AfD lässt sich wenigstens etwas Pfiffiges einfallen.

  • Wenn das Parteiengesetz so seltsam gestrickt ist, dass man als Partei nur dann in den vollen Genuss der staatlichen Parteienfinanzierung kommt wenn man vorher als Partei "Geschäfte" generiert, ist das was die AfD macht nicht zu beanstanden.

    Die etablierten Parteien haben darüber hinaus über ihre staatlich finanzierten Stiftungen erhebliche Einflusmöglichkeiten, die die AfD bislang so nicht hat.

    Päpstlicher

  • "Wenn das Parteiengesetz so seltsam gestrickt ist, dass man als Partei nur dann in den vollen Genuss der staatlichen Parteienfinanzierung kommt wenn man vorher als Partei "Geschäfte" generiert, ist das was die AfD macht nicht zu beanstanden."

    Es ist vollkommen egal, ob das die AfD oder CDU macht. Es geht hier nicht um einen Vorwurf an die AfD.

    Eine Partei darf eignentich nicht mit Gewinnerzielungsabsicht Rohstoffgeschäfte machen.

    Mit Gold ist es relativ einfach Missbrauch zu treiben, weil niemand wirklich nachguckt an wen was verkauft wird. Fährt man zehn mal mit nem Kleinwagen hin und her, hat man wie vorgerechnet schon eine Millionen gewaschen.

  • @ Ulf Volkerts

    Sie meinen die AFD erwirbt das Material von einem Händler. Dann verkauft sie es an einen fiktiven Endkunden. Dieser verkauft es dann wieder an einen Händler. Und das alles ohne dass es auffällt? Nur um an anonyme Spendengeldern aus Schwarzgeldbeständen zu kommen?

    Ist das nun AFD-Bashing? Oder geht es eher darum dass eine Partei Gold statt FIAT-Währung empfiehlt?

  • "Und das alles ohne dass es auffällt? Nur um an anonyme Spendengeldern aus Schwarzgeldbeständen zu kommen?"

    Wem sollte das auffallen? Gold kann man anonym kaufen und verkaufen.So lange die Ware tatsächlich ok ist, fragt keiner nach. Mehrwertsteuer fällt auch keine an.

    Schwarzgeld waschen ist eine Möglichkeit, eine andere ist eben nicht auf der Spenderliste auftauchen zu müssen. Das muss dann nicht unbedingt Schwarzgeld als Motiv sein.

  • @ Ulf Volkerts

    Es würde den Testkäufern der anderen Parteien auffallen. Den Spitzeln und "Aussteigern". Glauben Sie nicht dass ein Bundestags-Präsident Thierse nicht schon darauf wartet eine Geldstrafe wegen verbotener Parteienfinanzierung verhängen zu dürfen?
    Die AFD hat jetzt pro Tag 100.000€ umgesetzt und damit 3000€ Gewinn minus Betriebskosten gemacht. Es geht der AFD um die Symbolik Hartwährung und nebenbei um etwas Gewinn. Genau nach den Regeln die andere Parteien aufgestellt haben.

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